Einträge mit dem Tag ‘Twitter‘

NETZ.Skripte Twitterfotos für den Darmfrieden

Publiziert am 04.12.2013 von Michael Hoerz

Wie Instagram und Twitter Lebensmittelvergiftungen verhindern.

Wir alle kennen sie: Freundinnen und Freunde, die vor einem gemeinsamen Restaurantbesuch erst mal Yelp fragen, beim Betreten des Ladens bei Foursquare einchecken und das Essen – wenn es dann da ist – feierlich instagrammen.

Wartezeiten, Temperatur und Lebensmittelqualität werden selbstverständlich noch vor oder während des Essens getwittert. Bisher konnte man darüber nur den Kopf schütteln. Doch heute wissen wir: Diese Menschen arbeiten im Dienste der Wissenschaft – und gegen Magen-Darm-Grippen. 

Lecker war es. Schnell einen Tweet absetzen, dass man hier gut essen kann. (Alpha | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)

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Kategorien: Allgemein, Michael Hörz, NETZ.REPORTER

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Follower-Feierei #@ronsens!

Publiziert am 12.04.2013 von Lydia Meyer

Bald haben wir 10.000 Follower. Fehlen nur noch ein ganz paar wenige. Und wir lieben sie alle einzeln. Manchmal werden wir zwar von fragwürdigen Tageszeitungen gefeiert, der Rest unserer Gefolgschaft ist aber extrem cool, witzig, subversiv. Nummer 4000 zum Beispiel. @ronsens podcastet und bloggt auf machtdose.de. Wir finden das gut. Pünktlich zum Wochenende kommt hier ein Sonder-Netzreport zur Feier unseres 4000. Followers. Auch wenn wir gerade steil auf die 30.000 hinarbeiten, steht fest: @ronsens, wir haben dich lieb! Und wenn du gar nicht unser 4000. Follower gewesen wärst, hätten wir dich auch lieb. Deine Netzreporter.

 

Kategorien: Allgemein

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#aufschrei

Publiziert am 29.01.2013 von Lydia Meyer

oder: Was machen eigentlich die Mainstream-Medien aus einer Debatte, die längst überfällig ist? 

Spätestens gestern haben es auch diejenigen mitbekommen, die sich die Tagesschau nur ansehen, weil sie kurz vor dem Tatort läuft: Deutschland hat ein Sexismus-Problem. Und rausgekommen ist das über Twitter. Unter dem Hashtag #aufschrei  begann @marthadear vergangenen Freitag ihren Aufruf, alltägliche Erfahrungen mit Sexismus und sexueller Belästigung zu twittern. Seitdem ist die Liste ganz schön lang geworden. Und damit auch für den Mainstream interessant.

#aufschrei in echtzeit

#aufschrei in echtzeit

Zehntausende Tweets waren nötig, damit auch die Medienwelt versteht, was für so viele allgegenwärtig ist: Sexismus und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, in der Schule, im Club, auf dem Weg nach Hause. Es folgten hochaktuelle Fernsehsendungen mit fragwürdigen Gästen, tausend verschiedene Zeitungsartikel in tausend verschiedenen Zeitungen und tausend verschiedene Menschen, die plötzlich eine Meinung hatten.

Vor ein paar Tagen stand #aufschrei noch wie ein Gruselkabinett aus unangenehmen Situationen da. In Kurzform hat die Flut aus erschreckenden Geschichten einen im Twitter-Feed einfach so umgewälzt. In 140 Zeichen wurde da zusammengefasst, was eigentlich alltäglich so passiert. Und gerade die unkommentierten, kurzen Situationsbeschreibungen gingen ordentlich rein in den Magen.

Dann wälzen das Thema die ganzen Großen, ein Jauch macht sich zum Kasper, und alle tun, als wär’s was neues.Plötzlich haben alle was dazu zu sagen. Und mischen sich in die Debatte ein. Hashtag: #aufschrei. Und der Feed sieht heute anders aus: Was sich heute dort liest, ist zum größten Teil Spott und unqualifiziertes Gerede von Menschen, die scheinbar gar nicht verstehen wollen, dass es sich hierbei nicht um eine “Wer-ist-jetzt-eigentlich-besser-Mann-oder-Frau?”-Debatte handelt. Was vergangenen Freitag noch seine Stärke war, ist heute Twitters Schwäche: Alle machen mit.

Nach einer halben Stunde Lesen habe ich Bauchweh, gehe in die Küche. Und als ich da so am Küchentisch sitze und diskutiere, was ein FDP-Politiker mit Twitter und Mainstream-Medien mit Diskussionsverlauf zu tun haben, verweise ich auf das zugehörige Blog. Und da fragt der Mitbewohner: “Findste das nicht ‘n bisschen übertrieben?”

#aufschrei

 

 

Kategorien: NETZ.KOMMENTAR

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Reste-Netz-Reporter 7: Was wir nicht geschafft haben

Publiziert am 25.10.2012 von Johanna Kindermann

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Was würde McGyver tun? // Flickr: NoXand

Der Reste-Netz.Reporter wird diese Woche politisch. Zumindest stellt er sich die Frage, weshalb nicht McGyver endlich mal kandidiert, schweift dann doch wieder vom Thema ab und bekommt eine Fressattacke. So stressig kann ein Wahlkampf sein, da hilft auf Twitter nicht. Mit diesen Worten also zu den Resten der Woche, die es leider aus Zeitgründen nicht ins Radio geschafft haben.

McGyver for President wegen guter Internetpräsenz

Wie entscheidet ihr, welchen Politiker ihr unterstützt? Überzeugt euch ein nettes Lächeln? Ein Foto mit einem Kind auf dem Arm? Oder doch eher die Thesen auf der Homepage der Partei? Eine Umfrage ergab, dass 64% der amerikanischen Wähler die Kandidaten vorher im Internet überprüfen. Das bedeutet, dass nette Wahlplakate und Streitgespräche mit anderen Politikern in den Hintergrund rücken. Damit ergeht es der Politik nun wie den meisten Firmen schon: Die mit der besten Internetpräsenz kriegt den Auftrag.

Dann schauen wir uns doch einmal an, wie es im aktuellen Wahlkampf in den USA mit dem Internet aussieht. Twitter ist ein beliebtes Tool, um Wähler zu überzeugen. @MittRomney hat mittlerweile schon eineinhalb Millionen Follower, @BarackObama twittert allerdings für über zwanzig Millionen Menschen! Schade, dass Follower nicht gleich Wähler sind.

Dass man sich von banalen Dingen wie Tweets beeinflussen lässt, ist natürlich ein Phänomen der neuen Zeit. Ob das Ganze tatsächlich so aussagekräftig ist, lässt sich schwer sagen. Da muss man einfach nach dem Prinzip gehen, die Präsidenten auszuprobieren. Oder darauf hoffen, dass in naher Zeit der perfekte Präsidenten-Roboter gebaut wird. Einen „McGyver“-Roboter gibt es schon. Er kann angeblich mit Alltagsgegenständen wie der echte Filmheld Probleme lösen.

Zwei Identitäten und der lächelnde Kühlschrank

Vielleicht sollte man das Internet aber auch nicht ganz so ernst nehmen. In einer Fernseh-Diskussion auf A1 stellten alle Referenten fest, dass eine Person zwei ungleiche Identitäten hat: Die Reelle und eine Virtuelle. Nimmt man an, dass ist bei allen Menschen so, ergibt sich dadurch eine zweite virtuelle, aber auch unreale Welt im Internet. Das heißt man sollte eventuell nicht zwingend den realen Politiker wählen, nur weil man das virtuell tun würde.

Aber auf was können wir uns dann überhaupt verlassen? Auf die Apokalypse natürlich! Zumindest, wenn man dem Kalender der Maya glauben kann. Damit unser geliebtes Internet diesen Weltuntergang überdauert, sollten wir unsere Technik dementsprechend aufrüsten. Es gibt mittlerweile Handyhüllen, die das Smartphone selbst dann überleben lassen, wenn wir das nicht tun.

Dieses Mal gibt es beim Reste-Netz.Reporter wirklich nur unschöne Themen. Wem das alles zu viel ist, sollte sich zur Beruhigung etwas zu Essen holen. Dabei solltet ihr allerdings darauf achten, dass ihr lächelt. In Tokio wurde nun nämlich ein Kühlschrank erfunden, der sich nur öffnen lässt, wenn der Hungrige ein fröhliches Gesicht macht. Damit wird sichergestellt, dass er bei deprimierenden Politiker-Tweets oder Weltuntergangsstimmung kein Frustessen veranstaltet.

Kategorien: Reste-Netzreporter

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Sind jetzt auch angekommen – Google+

Publiziert am 14.07.2011 von netzreporter

Nach ersten Tests schließen wir uns unangenehmerweise der allgemeinen Euphorie an. Die Asymmetrie der Beziehungen wird Facebook in aller Kürze auch ermöglichen. So viel scheint uns sicher. Bemerkenswerter aber ist die Tatsache, dass es dem Social-Media-Versager Google gelungen ist, ohne sensationelle Neuerfindungen sowohl Facebook als auch Twitter anzugreifen. Auch wenn wir die Einschätzung von Marcel Weiss auf neunetz.com, dass Google+ eindeutig eher Twitter als Facebook angreife, definitiv nicht teilen. Dafür sind die Parallelen einfach zu offensichtlich. Die Überraschung ist eher, dass es Google gelungen ist, mit einem Dienst beide anzugreifen. Und das mit der simplen Öffnung der Beziehungsverhältnisse.

Die schwellenslose Einbindung diverser Dienste (Picasa etc.) könnte Googles Macht vorerst manifestieren. Die Kombination aus Suchmaschine, deren Ergebnisse durch Google+ hoffentlich nachhaltig besser (sematischer, persönlicher) werden, was dringend nötig ist, Kalender-, Text-, Mail-, Chat-, Mapdiensten und der Marktmacht in Sachen Onlinewerbung scheint aktuell kaum schlagbar.

Besonders spannend dürfte es werden, wenn dann noch die API von Google+ nutzbar wird. Momentan dürften zahlreiche Nutzer auch davor zurückschrecken, ein weiteres Netzwerk bedienen zu müssen. Wenn aber Synchronisationen etc. möglich sind, dürfte sich auch das ganz schnell erledigen. Auch die mobile Nutung jenseits der Android-Plattform ist noch müsam. Aber auch das dürfte in kurzer Zeit anders werden.

Wir jedenfalls sind nach wenigen Tagen ziemlich begeistert. Leider. Denn derartige Begeisterungen wirken ja immer etwas naiv und sind etwas peinlich. Schöner wäre es gewesen, Google+ herrlich verreißen zu können und einen ähnlich grandiose Untergang wie Google Wave zu prognostizieren. Tja. Wäre schreibtechnisch attraktiver gewesen. Stimmt aber nun mal einfach nicht.

(mh)

P.S.: HIer geht es übrigens zu unserem Google+ Profil

 

Kategorien: Kurzrezension, Social Media

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