Einträge mit dem Tag ‘Sicherheit‘

Digitaler Salon: Cloud Computing und Cyber Security – eine Illusion?

Publiziert am 21.11.2013 von Lydia Meyer

Fragen rund um die Cloud und deren Sicherheit stellen wir am kommenden Mittwoch um 19:00 in der nächsten Ausgabe des Digitalen Salons im Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. weiter lesen

Kategorien: Digitaler Salon, Online Talk / NR-XL

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Netz.Skripte – “Gated Community für Kinder”

Publiziert am 20.03.2013 von Nina Molter

Kristina Schröders Kinderserver leidet an Kinderkrankheiten.

Wie lange die lieben Kleinen wohl brauchen, um den Kinderserver auszutricksen? (Thomas Helbig/flickr.com/CC BY-NC 2.0)

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Kategorien: Allgemein, NETZ.SKRIPT

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Reste-Netzreporter 3: Was wir nicht geschafft haben

Publiziert am 04.09.2012 von Johanna Kindermann

Last leave
Last Leave // flickr: Ezpeleta

Hier sind sie wieder, die Reste des Netzreporters. Bei den vielen wichtigen Themen gehen jede Woche einige unter. Das soll sich ändern, indem von ihnen hier auf dem Blog im Nachhinein berichtet wird. Dieses Mal haben wir Visionen, wie die Autokorrektur die Wahl des US-Präsidenten beeinflussen könnte und laufen mit Pink Floyd auf dem Mond.

Die Autokorrektur und die Präsidentenwahl der Zukunft

Gaben wir am Mut einen kleinn, aber wichtigem Rheuma. Mist, das war die Autokorrektur. Das soll natürlich heißen: Fangen wir an mit einem kleinen, aber wichtigem Thema. Die Autokorrektur mag hilfreich sein, aber tatsächlich ist sie mit ihren unsinnigen Fehlern so nervtötend wie eine summende Fliege. Der Touchscreen von Fleksy verspricht, endlich die passende Fliegenklappe gefunden zu haben: Obwohl jeder Buchstabe falsch ist, soll trotzdem das gewollte Wort ausgewählt werden.

Man sollte auf jeden Fall vorsichtig mit der Autokorrektur sein, falls man zukünftig digital wählen geht. Nicht, dass ganz zufällig der gewählte Name des zukünftigen Kanzlers autokorrigiert wird. Mit der neuen „I‘m Voting App“ von Facebook votet man zwar noch nicht den amerikanischen Präsidenten, aber zumindest gibt man seinen persönlichen Vote der digitalen Welt bekannt.

Die öffentliche Wahl des Präsidenten auf Facebook ist eine nette Neuerung. Als notwendige Innovation wünschen sich aber die meisten Nutzer wählen zu dürfen, welche privaten Daten sie freigeben. Der Technik-Blog TechCrunch veröffentlichte alte und neue Bilder von App-Zulassungsanfragen. Diese zeigen deutlich, wie durch das neue Design der Teil des Datenzugangs versteckt wird.

Internet mit Freiheit, Sicherheit und Pink Floyd

Um Freiheit geht es auch HTML-Entwickler Tim Berners-Lee. Am Ende einer Technik-Konferenz in Berlin gab er eine flammende Rede. Alle Internet-Nutzer sollen sich für Freiheit und Offenheit des Computernetzes einsetzen. An die Software-Entwickler gerichtet rief er: „Habt eine großartige Zeit beim Programmieren, lasst euch weiter davon begeistern, bringt eure Sachen ins Web, teilt es mit allen und haltet euren Code offen!“

Bei all den Fragen rund um Internet und Sicherheit stellt sich schnell die Frage, ob Technologie gut oder teuflisch ist. Daniel Burrus stellt sich der Frage in einem Kommentar. Es geht darum, wie wir die Technik benutzen, schreibt er. Einerseits könne sie dich krebskrank machen, andererseits könne sie dich davon heilen. Burrus ruft uns dazu auf, Technologie sinnvoll einzusetzen. Man könne als Einzelmann vielleicht nicht ihren Einsatz in der Armee beeinflussen, aber sehr wohl das Nutzungverhalten von sich selbst und an der Arbeit.

Bevor jetzt alle Leser panisch die Aus-Buttons aller Geräte drücken, gibt es noch einen Rest-Netzreporter zum Entspannen. Als Neil Armstrong seinen Fuß als erster Mensch auf den Mond setzte, spielte Pink Floyd zu den Live-Aufnahmen der Mondlandung. Das Material war Jahrelang verschollen. Jetzt tauchte es auf Youtube auf und lässt das Ereignis von 1969 wieder aufleben. Da lohnt es, den Computer wenigstens noch für die Mondmusik laufen eine Weile anzulassen.

Kategorien: Reste-Netzreporter, Technik

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Die Macht der Maschinen, Teil 1. Der Online Talk auf DRadio Wissen.

Publiziert am 31.10.2011 von Lydia Meyer

Über die Zukunft der Überwachung im digitalen Zeitalter im Allgemeinen und das europäische Überwachungsprojekt INDECT im Besonderen diskutierten im letzten Online Talk Sylvia Johnigk (FIfF), Nils Johanning (Innotec Data), Linus Neumann (Digitale Gesellschaft e.V) und Andreas Ruch (Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum).

Vor gar nicht langer Zeit sorgte der so genannte Bundestrojaner für mediale Aufregung bei Internetnutzerinnen und -nutzern und kurz zuvor stand Facebooks Timeline im Fokus einer Empörungswelle, die durch Medien und Bevölkerungsköpfe schwappte. Die Furcht vor dem digitalen Überwachungsstaat hat sich manifestiert – zumindest in den Köpfen. Man geht vermeintlich vorsichtig mit privaten Daten um, zeigt sich aufgeklärt. Neben Bundestrojaner und Co. existieren allerdings auch Projekte, die für weitaus weniger mediale Aufregung sorgen: zum Beispiel ein Projekt namens INDECT, das auf fünf Jahre angelegt ist und von der EU mit rund 15 Millionen Euro gefördert wird. Weitere Informationen und eine Timeline zur Sendung gibt’s wie immer unten. In der kommenden Woche debattieren hier übrgens Mirian Meckel, Sascha Lobo und Konrad Lischka über die Macht der Algorithmen.

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Kategorien: Allgemein, Netzpolitik, Online Talk / NR-XL, Technik

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Oslo, die politischen Scharfmacher in Deutschland und die Meinungspolizei

Publiziert am 28.07.2011 von netzreporter

In seinem Gastkommentar beim NETZ.REPORTER auf DRadio Wissen beschäftigt sich Ole Reißmann, Netzwelt-Redakteur bei Spiegel Online, mit den populistischen Forderungen nach einer Meinungspolizei.
Hier Crosspost und Manuskript des Stücks, das morgen läuft. MP3 folgt morgen.
Onlinetext auf DRadioWissen: Das Attentat von Oslo und Utöya ist gerade mal eine Woche her, da hat sich die Debatte schon mehrfach gewendet. Nach anfänglichen Reflexen, die sofort islamistische Attentäter vermuteten, wurde schnell klar, dass es sich um einen rechtsradikaler Täter handelte. Im Internet hatte er im Zuge seiner entsetzlichen Taten ein so genanntes Manifest veröffentlicht. Für einige Politiker in Deutschland war das ganz offenbar eine willkommene Gelegenheit, ebenfalls reflexhaft nach schärferen Maßnahmen zu verlangen. Insbesondere das Internet ist aus ihrer Sicht stärker zu überwachen.

Manuskript:

Für mehr Offenheit, mehr Demokratie und mehr Menschlichkeit hat sich der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg nach dem Doppelanschlag in seinem Land ausgesprochen.
In Deutschland hingegen nutzen Politiker und Internet-Angstmacher die Tragödie für ihre Zwecke: Sie wollen ihre Ideen zur Internet-Überwachung wieder auf die Agenda setzen.
So fordert die Gewerkschaft der Polizei eine Liste “auffälliger Personen”. Wer “in Blogs und Foren” mit “kruden Gedanken” auffällt, soll registriert und identifiziert werden. Offenbar geht es dabei um Personen, die noch keine Straftat begangen haben.
Was aber gilt als auffällig? Reicht ein zynischer Kommentar auf Facebook? Eine abweichende politische Meinung? Wer hat Zugriff auf eine solche Datei und was bedeutet es, wenn man darin steht? Die Idee einer Warndatei ist offenkundig ein Schnellschuss.
Denn es ist in unserer Demokratie klar definiert, was eine Straftat ist. Im Zweifelsfall entscheidet ein Gericht darüber. Warndateien mit diffusen Kriterien sind das Gegenteil von Offenheit und Demokratie.
Auch der Internet-Alarmknopf, wie ihn der Bund Deutscher Kriminalbeamter seit Jahren für jeden Internenutzer verlangt, wird nun wieder eingefordert. Per Knopfdruck soll man Websites “einfrieren” und an die Polizei “weiterleiten” können.
Nun – Internet-Meldestellen, bei denen man Websites anschwärzen kann, gibt es längst. Und sie helfen ohnehin nur gegen illegale Anbote: Hass-Seiten, wie sie vom Oslo-Attentäter in seinem Manifest zitiert werden, sind aber oft legal. Die Meinungsfreiheit schützt auch Rechtsextreme und Islamhasser, solange sie sich an Gesetze halten.
Es wären also neue Gesetze nötig, eine Meinungspolizei, die hasserfüllte Texte aus dem Netz löscht. Einen solch weitreichenden Eingriff können selbst die Scharfmacher nicht ernsthaft befürworten.
Doch damit nicht genug. Der CSU-Innenpolitiker Hans-Peter Uhl verlangt nun wieder einmal mehr die wiedereinführung der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung.
Ganz richtig: Ein Täter begeht in Norwegen einen Massenmord, und ein Unionspolitiker will alle Menschen in Deutschland unter Generalverdacht stellen, ihre Kommunikationsdaten sechs Monate lang abspeichern: Wer hat mit wem (und von wo aus) telefoniert oder eine SMS geschrieben, wann war jemand im Internet, wem hat er eine E-Mail geschrieben.
Die Antwort des CSU-Manns auf die Tragödie lautet also: weniger Freiheit. Das wäre allerdings fatal.

Kategorien: Allgemein, NETZ.KOMMENTAR

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