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		<title>NETZ.SKRIPTE Facebook für Politiker_innen</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 12:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Facebook wanzt sich an eine neue Zielgruppe heran – den digitalen Hinterbänkler Spätestens wenn Angie mit dem digitalen Wahlvolk im Hangout chillt, muss sich der analoge Hinterbänkler fragen, wie es mit ihm weitergehen soll. Streng genommen gibt es ihn gar nicht mehr – aus Sicht der digitalen Generation. Sie bemerkt ihn nur, wenn er sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Facebook wanzt sich an eine neue Zielgruppe heran – den digitalen Hinterbänkler</strong></h3>
<h3>Spätestens wenn Angie mit dem digitalen Wahlvolk im Hangout chillt, muss sich der analoge Hinterbänkler fragen, wie es mit ihm weitergehen soll. Streng genommen gibt es ihn gar nicht mehr – aus Sicht der digitalen Generation. Sie bemerkt ihn nur, wenn er sich danebenbenimmt und im Auge des Shitstorms residiert.</h3>
<div id="attachment_2747" class="wp-caption alignnone" style="width: 499px"><img class="size-full wp-image-2747" title="Angela Merkels Facebookseite. Der Netzreporter. " src="http://www.netzreporter.org/wp-content/uploads/2013/05/Bildschirmfoto-2013-05-21-um-14.12.10.png" alt="" width="489" height="222" /><p class="wp-caption-text">Unterhaltungswert wie der Musikantenstadl: Die Facebook-Seite der Kanzlerin.</p></div>
<p><span id="more-2746"></span></p>
<p>Doch in der Ferne leuchtet etwas Hoffnungsvolles auf: Facebooks Leitfaden zum „Erfolgreichen nutzen“ des Netzwerks als Politiker.</p>
<p>Erster Schritt: Lolcat as Profilbild und Parlamentstoilette als Wohnort angegeben? Fehlanzeige!</p>
<p>Facebook langweilt sich stattdessen an die Zielgruppe heran und schwurbelt von „einen Dialog beginnen“ und „seine Botschaft bewerten und optimieren“. Der Erfolg in Form von unermesslich vielen Likes sei nur wenige Klicks entfernt.</p>
<p>Das soziale Netzwerk will seine Möglichkeiten auch in dieser Hinsicht eher unbedarften Politikern nahebringen und hat dafür eigens einen Leitfaden verfasst. Kritik gab es unter anderem von Datenschützern, die Politiker auffordern, das Netzwerk nicht zu nutzen. Andere wiesen darauf hin, dass einige Politiker darin genannt würden, <a href="http://kattascha.de/?p=1066">ohne ausdrücklich um ihr Einverständnis</a> gebeten worden zu sein. Doch viel wesentlicher: Dieser Leitfaden vergisst die Kernaufgabe von Facebook: Du sollst nicht langweilen.</p>
<p>„Bieten Sie attraktive Erlebnisse“, mahnt das Büchlein. Um dann „Anregungen für das Verfassen von Statusmeldungen“ zu bringen. Wie attraktiv ist das denn? Aber  womöglich zielgruppengerecht formuliert. Ein entsprechender Paragraph in der Hausordnung des Bundestages über „das angemessene Absetzen von Selbst-Mitteilungen im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken“ kommt bestimmt bald.</p>
<p>Und sonst so? Dem digitalen Noob wird ein wöchentlicher Chat mit dem Wahlvolk ans Herz gelegt, vorsichtig formuliert als „Online-Bürgersprechstunde“.</p>
<p>Facebook hat anscheinend die wesentliche Funktion von Facebook übersehen: Bullshit zu bündeln und zu teilen. Harlem Shake im Bundestag mit Merkel mittendrin? Wir warten!</p>
]]></content:encoded>
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		<itunes:subtitle>Facebook wanzt sich an eine neue Zielgruppe heran – den digitalen Hinterbänkler Spätestens wenn Angie mit dem digitalen Wahlvolk im Hangout chillt, muss sich der analoge Hinterbänkler fragen, wie es mit ihm weitergehen soll.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Facebook wanzt sich an eine neue Zielgruppe heran – den digitalen Hinterbänkler
Spätestens wenn Angie mit dem digitalen Wahlvolk im Hangout chillt, muss sich der analoge Hinterbänkler fragen, wie es mit ihm weitergehen soll. Streng genommen gibt es ihn gar nicht mehr – aus Sicht der digitalen Generation. Sie bemerkt ihn nur, wenn er sich danebenbenimmt und im Auge des Shitstorms residiert.




Doch in der Ferne leuchtet etwas Hoffnungsvolles auf: Facebooks Leitfaden zum „Erfolgreichen nutzen“ des Netzwerks als Politiker.

Erster Schritt: Lolcat as Profilbild und Parlamentstoilette als Wohnort angegeben? Fehlanzeige!

Facebook langweilt sich stattdessen an die Zielgruppe heran und schwurbelt von „einen Dialog beginnen“ und „seine Botschaft bewerten und optimieren“. Der Erfolg in Form von unermesslich vielen Likes sei nur wenige Klicks entfernt.

Das soziale Netzwerk will seine Möglichkeiten auch in dieser Hinsicht eher unbedarften Politikern nahebringen und hat dafür eigens einen Leitfaden verfasst. Kritik gab es unter anderem von Datenschützern, die Politiker auffordern, das Netzwerk nicht zu nutzen. Andere wiesen darauf hin, dass einige Politiker darin genannt würden, ohne ausdrücklich um ihr Einverständnis gebeten worden zu sein. Doch viel wesentlicher: Dieser Leitfaden vergisst die Kernaufgabe von Facebook: Du sollst nicht langweilen.

„Bieten Sie attraktive Erlebnisse“, mahnt das Büchlein. Um dann „Anregungen für das Verfassen von Statusmeldungen“ zu bringen. Wie attraktiv ist das denn? Aber  womöglich zielgruppengerecht formuliert. Ein entsprechender Paragraph in der Hausordnung des Bundestages über „das angemessene Absetzen von Selbst-Mitteilungen im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken“ kommt bestimmt bald.

Und sonst so? Dem digitalen Noob wird ein wöchentlicher Chat mit dem Wahlvolk ans Herz gelegt, vorsichtig formuliert als „Online-Bürgersprechstunde“.

Facebook hat anscheinend die wesentliche Funktion von Facebook übersehen: Bullshit zu bündeln und zu teilen. Harlem Shake im Bundestag mit Merkel mittendrin? Wir warten!</itunes:summary>
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		<title>Onlinetalk. Wie sich Kultur verändert.</title>
		<link>http://www.netzreporter.org/2013/05/21/onlinetalk-wie-sich-kultur-verandert/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 10:21:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Medien müssen sich ständig neu erfinden und innovativ sein &#8211; Schuld daran ist die Digitalisierung. Darüber diskutieren im Onlinetalk: die Journalistin Angelika Knop, Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Süddeutsche.de, und Ralf Müller-Schmid, Programmchef von DRadio Wissen. &#8220;Eine neue Version ist verfügbar&#8221; &#8211; so heißt das neue Buchprojekt von Dirk von Gehlen, der wiederum ist Innovationsbeauftragter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Medien müssen sich ständig neu erfinden und innovativ sein &#8211; Schuld daran ist die Digitalisierung. Darüber diskutieren im Onlinetalk: die Journalistin Angelika Knop, Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Süddeutsche.de, und Ralf Müller-Schmid, Programmchef von DRadio Wissen.</strong></p>
<div id="attachment_2741" class="wp-caption alignnone" style="width: 499px"><img class="size-full wp-image-2741" title="Kultur im Digitalen " src="http://www.netzreporter.org/wp-content/uploads/2013/05/kultur.jpg" alt="" width="489" height="275" /><p class="wp-caption-text">Was ist eigentlich Kultur? Die Frage wird nicht erst durch die Digitalisierung aufgeworfen. (Flickr/rds/CC BY-NC 2.0)</p></div>
<p><span id="more-2739"></span></p>
<p>&#8220;<a href="http://www.enviv.de/" target="_blank">Eine neue Version ist verfügbar</a>&#8221; &#8211; so heißt das neue Buchprojekt von Dirk von Gehlen, der wiederum ist Innovationsbeauftragter bei der Süddeutschen Zeitung. Sein Buch hat er mithilfe von Crowdfunding finanziert. So viele Menschen wie möglich sollten an die Stelle des Verlages treten und gleichzeitig Teil einer Autoren-Community sein.</p>
<h3>Radio, Zeitung, Newsportale</h3>
<p>Das Buch ist<a href="http://www.signup.xn--eineneueversionistverfgbar-k0c.de/" target="_blank"> fast fertig</a>, das Geld dafür kam spielend leicht zusammen. Diesen Erfolg hat Dirk von Gehlen genutzt, um eine Tagung an der Evangelischen Akademie in Tutzing ins Leben zu rufen. Es ging um das Leitmotiv des Buches: Kultur als Software.</p>
<p>Was bedeutet es für Massenmedien, wenn Content zur Software wird?</p>
<p><strong>Über diese Frage diskutierten:</strong></p>
<p><a href="http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/7268-angelika-knop.html" target="_blank">Angelika Knop </a>- Fernsehjournalistin</p>
<p><a href="http://ploechinger.tumblr.com/" target="_blank">Stefan Plöchinger</a> - Chefredakteur von <a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank">Süddeutsche.de</a></p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/die-redaktion.67.de.html" target="_blank">Ralf Müller-Schmid </a>- Programmchef von DRadio Wissen</p>
<p><strong>Moderation:</strong></p>
<p><a href="http://markusheidmeier.de/" target="_blank">Markus Heidmeier</a></p>
<p>Timeline:</p>
<p>00:00 Macht Digitalisierung Kultur zu Software? Wie hat sich die Rolle des Autors verändert? Inwieweit hat sich die Idee des Kunstwerks verändert?</p>
<p>00:42 Gäste: Angelika Knop, Stefan Plöchinger, Ralf Müller Schmid</p>
<p>01:20 Die neue JournalistInnen-Generation – Multi-tasking-fähig und voll digital?</p>
<p>04:00 Wie sieht die Zeitung von Morgen aus?</p>
<p>09:56 &#8230;und das Radio der Zukunft?</p>
<p>15:30 Es gilt immer noch: &#8216;Content is king!&#8217;</p>
<p>17:50 Das Medium als Plattform bzw. Raum, den alle betreten dürfen?</p>
<p>25:40 Wie werden LeserInnen/HörerInnen/KundInnen in die Produkte, die sie konsumieren, letztlich auch praktisch involviert?</p>
<p>30:00 Stichwort Zielgruppe: &#8216;Woher wissen wir, was die wollen?&#8217;</p>
<p>36:00 &#8216;Die Wirklichkeit ist harte Arbeit&#8217;</p>
<p>38:00 Crowdfunding &#8211; weder für privatwirtschaftlich organisierte Verlage noch öffentlich-rechtliche Sender eine Option</p>
<p>41:00 Das Abonnement als Finanzierungsmodell &#8211; doch nicht tot?</p>
<p>47:00 Neue Modelle der Zusammenarbeit verschiedener Medien = Zukunft des &#8216;Qualitätsjournalismus?</p>
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		<itunes:subtitle>Die Medien müssen sich ständig neu erfinden und innovativ sein - Schuld daran ist die Digitalisierung. Darüber diskutieren im Onlinetalk: die Journalistin Angelika Knop, Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Süddeutsche.de, und Ralf Müller-Schmid,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Die Medien müssen sich ständig neu erfinden und innovativ sein - Schuld daran ist die Digitalisierung. Darüber diskutieren im Onlinetalk: die Journalistin Angelika Knop, Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Süddeutsche.de, und Ralf Müller-Schmid, Programmchef von DRadio Wissen.





&quot;Eine neue Version ist verfügbar&quot; - so heißt das neue Buchprojekt von Dirk von Gehlen, der wiederum ist Innovationsbeauftragter bei der Süddeutschen Zeitung. Sein Buch hat er mithilfe von Crowdfunding finanziert. So viele Menschen wie möglich sollten an die Stelle des Verlages treten und gleichzeitig Teil einer Autoren-Community sein.
Radio, Zeitung, Newsportale
Das Buch ist fast fertig, das Geld dafür kam spielend leicht zusammen. Diesen Erfolg hat Dirk von Gehlen genutzt, um eine Tagung an der Evangelischen Akademie in Tutzing ins Leben zu rufen. Es ging um das Leitmotiv des Buches: Kultur als Software.

Was bedeutet es für Massenmedien, wenn Content zur Software wird?

Über diese Frage diskutierten:

Angelika Knop - Fernsehjournalistin

Stefan Plöchinger - Chefredakteur von Süddeutsche.de

Ralf Müller-Schmid - Programmchef von DRadio Wissen

Moderation:

Markus Heidmeier

Timeline:

00:00 Macht Digitalisierung Kultur zu Software? Wie hat sich die Rolle des Autors verändert? Inwieweit hat sich die Idee des Kunstwerks verändert?

00:42 Gäste: Angelika Knop, Stefan Plöchinger, Ralf Müller Schmid

01:20 Die neue JournalistInnen-Generation – Multi-tasking-fähig und voll digital?

04:00 Wie sieht die Zeitung von Morgen aus?

09:56 ...und das Radio der Zukunft?

15:30 Es gilt immer noch: &#039;Content is king!&#039;

17:50 Das Medium als Plattform bzw. Raum, den alle betreten dürfen?

25:40 Wie werden LeserInnen/HörerInnen/KundInnen in die Produkte, die sie konsumieren, letztlich auch praktisch involviert?

30:00 Stichwort Zielgruppe: &#039;Woher wissen wir, was die wollen?&#039;

36:00 &#039;Die Wirklichkeit ist harte Arbeit&#039;

38:00 Crowdfunding - weder für privatwirtschaftlich organisierte Verlage noch öffentlich-rechtliche Sender eine Option

41:00 Das Abonnement als Finanzierungsmodell - doch nicht tot?

47:00 Neue Modelle der Zusammenarbeit verschiedener Medien = Zukunft des &#039;Qualitätsjournalismus?</itunes:summary>
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		<item>
		<title>NETZ.SKRIPTE Schere im Kopf</title>
		<link>http://www.netzreporter.org/2013/05/16/netz-skripte-schere-im-kopf/</link>
		<comments>http://www.netzreporter.org/2013/05/16/netz-skripte-schere-im-kopf/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 13:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Digitale Selbstzensur ist ein neu entdecktes Phänomen: 71 Prozent aller Facebooknutzer leiden darunter. Hin und wieder schreiben sie Kommentare oder Posts, die sie nie veröffentlichen. Weil sie Angst vor Missverständnissen, Konfrontation und der Preisgabe intimer Details haben. Oder weil sie einfach nicht als furchtbare Langweiler gelten wollen. Bedroht diese Schere im Kopf die Meinungsvielfalt im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Digitale Selbstzensur ist ein neu entdecktes Phänomen: 71 Prozent aller Facebooknutzer leiden darunter. Hin und wieder schreiben sie Kommentare oder Posts, die sie nie veröffentlichen. Weil sie Angst vor Missverständnissen, Konfrontation und der Preisgabe intimer Details haben. Oder weil sie einfach nicht als furchtbare Langweiler gelten wollen. Bedroht diese Schere im Kopf die Meinungsvielfalt im Netz?</h3>
<div id="attachment_2735" class="wp-caption alignnone" style="width: 499px"><img class="size-full wp-image-2735" title="Zensur" src="http://www.netzreporter.org/wp-content/uploads/2013/05/Zensur1.jpg" alt="" width="489" height="312" /><p class="wp-caption-text">So sieht es aus &#8211; und darum zensieren manche Menschen ihre eigenen Facebookposts. (Frank Patzig | Flickr | cc-by)</p></div>
<p><span id="more-2734"></span>Gestern. Wieder. Mal. Rotzbesoffen.</p>
<p>Ne lieber nicht.</p>
<p>Bist. Du. Schwanger. Auf. Dem. Neuen. Bild?</p>
<p>Nö. Vielleicht hat die nur zugenommen.  – Julia K. aus Bad Honnef ist eine normale Nutzerin sozialer Netzwerke. Das heißt:  Sie löscht regelmäßig Posts und Kommentare. In letzter Minute. Kurz vorm betätigen der Entertaste. Damit leidet auch sie unter einer neu entdeckten, grassierenden Seuche: Last-Minute-Selbstzensur im Internet. Drei Viertel aller Facebooknutzer haben diese Schere im Kopf.</p>
<p>Zu der phänomenalen Erkenntnis kam ein Doktorand der Carnegie-Mellon-Uni in Pittsburgh. In Zusammenarbeit mit Facebook hat er nie publizierte Kommentare gezählt. Offensichtlich loggt das soziale Netzwerk auch Schreibversuche, die später nie geteilt werden.</p>
<p>Facebook ist das Schaufenster unserer Persönlichkeit: Männer zensieren ihre Äußerungen hier öfter. Weil ihnen Status wichtig ist. Vermuten Psychologen. Und weil sie – innerhalb der eigenen Geschlechtskohorte  – zu ausgeprägtem Konkurrenzverhalten neigen. Wie damals. In der Steinzeithöhle. Frauen hingegen blubbern einfach los und löschen seltener.</p>
<p>Selbstzensur als Plage der Neuzeit? Der negativ konnotierte Begriff hat wenig mit schizophrenen  Verhältnissen zu tun &#8211; wie in der ehemaligen DDR. Wo jeder politische Witze nach Bautzen führen konnte. In den Stasi-Knast.</p>
<p>Die auf Facebook entdeckte Form der Selbstzensur fußt auf analogem Vorbild: Auch im echten Leben plaudern wir nicht fortwährend aus, was wir denken. Digitale Selbstzensur ist nur die bequeme Adaption einer uralten Kulturtechnik des Menschen. Sie heißt: überlegen. Bevor man spricht – oder ähm &#8211; während man schreibt.</p>
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		<itunes:subtitle>Digitale Selbstzensur ist ein neu entdecktes Phänomen: 71 Prozent aller Facebooknutzer leiden darunter. Hin und wieder schreiben sie Kommentare oder Posts, die sie nie veröffentlichen. Weil sie Angst vor Missverständnissen,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Digitale Selbstzensur ist ein neu entdecktes Phänomen: 71 Prozent aller Facebooknutzer leiden darunter. Hin und wieder schreiben sie Kommentare oder Posts, die sie nie veröffentlichen. Weil sie Angst vor Missverständnissen, Konfrontation und der Preisgabe intimer Details haben. Oder weil sie einfach nicht als furchtbare Langweiler gelten wollen. Bedroht diese Schere im Kopf die Meinungsvielfalt im Netz?


Gestern. Wieder. Mal. Rotzbesoffen.

Ne lieber nicht.

Bist. Du. Schwanger. Auf. Dem. Neuen. Bild?

Nö. Vielleicht hat die nur zugenommen.  – Julia K. aus Bad Honnef ist eine normale Nutzerin sozialer Netzwerke. Das heißt:  Sie löscht regelmäßig Posts und Kommentare. In letzter Minute. Kurz vorm betätigen der Entertaste. Damit leidet auch sie unter einer neu entdeckten, grassierenden Seuche: Last-Minute-Selbstzensur im Internet. Drei Viertel aller Facebooknutzer haben diese Schere im Kopf.

Zu der phänomenalen Erkenntnis kam ein Doktorand der Carnegie-Mellon-Uni in Pittsburgh. In Zusammenarbeit mit Facebook hat er nie publizierte Kommentare gezählt. Offensichtlich loggt das soziale Netzwerk auch Schreibversuche, die später nie geteilt werden.

Facebook ist das Schaufenster unserer Persönlichkeit: Männer zensieren ihre Äußerungen hier öfter. Weil ihnen Status wichtig ist. Vermuten Psychologen. Und weil sie – innerhalb der eigenen Geschlechtskohorte  – zu ausgeprägtem Konkurrenzverhalten neigen. Wie damals. In der Steinzeithöhle. Frauen hingegen blubbern einfach los und löschen seltener.

Selbstzensur als Plage der Neuzeit? Der negativ konnotierte Begriff hat wenig mit schizophrenen  Verhältnissen zu tun - wie in der ehemaligen DDR. Wo jeder politische Witze nach Bautzen führen konnte. In den Stasi-Knast.

Die auf Facebook entdeckte Form der Selbstzensur fußt auf analogem Vorbild: Auch im echten Leben plaudern wir nicht fortwährend aus, was wir denken. Digitale Selbstzensur ist nur die bequeme Adaption einer uralten Kulturtechnik des Menschen. Sie heißt: überlegen. Bevor man spricht – oder ähm - während man schreibt.</itunes:summary>
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		<title>NETZ.Skripte Skypehochzeiten</title>
		<link>http://www.netzreporter.org/2013/05/15/netz-skripte-skypehochzeiten/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 08:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.netzreporter.org/?p=2727</guid>
		<description><![CDATA[Las-Vegas-Feeling Heiraten per Skype? Das geht? Das geht. Einige US-Bundesstaaten, aber auch Länder wie Bangladesch oder Paraguay, erlauben Hochzeiten, bei denen einer der Eheleute per Videochat zugeschaltet ist. Gedacht ist das für Soldaten im Auslandseinsatz, und schon in Wehrmachts-Deutschland gab es die „Stahlhelmtrauung“, bei der der vielbeschäftigte Frontsoldat sich im Standesamt durch seinen Kopfschutz vertreten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Las-Vegas-Feeling</strong></h3>
<p><strong><span style="font-size: 1.17em;">Heiraten per Skype? Das geht? Das geht. Einige US-Bundesstaaten, aber auch Länder wie Bangladesch oder Paraguay, erlauben Hochzeiten, bei denen einer der Eheleute per Videochat zugeschaltet ist. Gedacht ist das für Soldaten im Auslandseinsatz, und schon in Wehrmachts-Deutschland gab es die „Stahlhelmtrauung“, bei der der vielbeschäftigte Frontsoldat sich im Standesamt durch seinen Kopfschutz vertreten lassen konnte. Jetzt entdecken immer mehr Dritte-Welt-Migranten solche Regelungen für sich lassen sich von </span><a style="font-size: 1.17em;" href="http://www.fayettevilleproxymarriage.com/proxy-marriage">Agenturen</a><span style="font-size: 1.17em;"> Online-Trauungen arrangieren.</span></strong></p>
<div id="attachment_2728" class="wp-caption alignnone" style="width: 499px"><img class="size-full wp-image-2728" title="Hochzeit" src="http://www.netzreporter.org/wp-content/uploads/2013/05/wedding.jpg" alt="" width="489" height="292" /><p class="wp-caption-text">Hat das endlich ein Ende: Die ganze Familie bei der Hochzeit. Skype macht&#8217;s möglich! ( flickr &#8211; Blue Mountains Local Studies &#8211; CC BY-NC 2.0)</p></div>
<p><span id="more-2727"></span></p>
<p>Schon gewusst? Im Netz kann man nicht nur daten, sondern auch gleich heiraten. Per Skype, zum Beispiel. Ein paar Staaten erlauben die sogenannte „Proxy marriage“: Bangladesch zum Beispiel, oder Texas. Meist sind solche Regelungen für Militärs im Ausland gedacht: Der verliebte Soldat soll vor dem nächsten lebensgefährlichen Einsatz schließlich noch schnell dafür sorgen können, dass die Partnerin zuhause geistlich, rechtlich und witwenrentenmäßig abgesichert ist. Bzw. der keimende Soldatennachwuchs in geordnete Verhältnisse geboren wird.</p>
<p>Online-Hochzeiten sind in einigen Staaten auch für Nicht-Militärs möglich, und deshalb entdecken neuerdings auch immer mehr Auswanderer die Ferntrauung für sich. Heiraten im Videochat: Praktisch für pekuniär klamme Drittwelt-Migranten, die sich so den Interkontinentalflug sparen. Sieht natürlich auch nach einem Superschlupfloch für Scheinehen aus, oder dafür, mal eben schnell eine Zwangsverheiratung klar zu machen. Aber man kann wohl davon ausgehen, dass Erstwelt-Visa-Türhüter bei online geschlossenen Ehen ganz besonders genau hinschauen, bevor sie die Greencard ausstellen.</p>
<p>Entwürdigt die Chat-Hochzeit das heilige Sakrament der Ehe? Stehen wir erst am Anfang einer Entwicklung? Gibt es bald den direkten Link von der Datingplattform zur Online-Hochzeit? Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es Seiten wie „weddingchapel24-7.com“ oder „hochzeit-jetzt-sofort.de“ gibt? Das klingt irgendwie fatal nach Las Vegas-mäßigen Verhältnissen. Den Alkoholkonsum also bitte in Maßen halten.</p>
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		<itunes:summary>Las-Vegas-Feeling
Heiraten per Skype? Das geht? Das geht. Einige US-Bundesstaaten, aber auch Länder wie Bangladesch oder Paraguay, erlauben Hochzeiten, bei denen einer der Eheleute per Videochat zugeschaltet ist. Gedacht ist das für Soldaten im Auslandseinsatz, und schon in Wehrmachts-Deutschland gab es die „Stahlhelmtrauung“, bei der der vielbeschäftigte Frontsoldat sich im Standesamt durch seinen Kopfschutz vertreten lassen konnte. Jetzt entdecken immer mehr Dritte-Welt-Migranten solche Regelungen für sich lassen sich von Agenturen Online-Trauungen arrangieren.





Schon gewusst? Im Netz kann man nicht nur daten, sondern auch gleich heiraten. Per Skype, zum Beispiel. Ein paar Staaten erlauben die sogenannte „Proxy marriage“: Bangladesch zum Beispiel, oder Texas. Meist sind solche Regelungen für Militärs im Ausland gedacht: Der verliebte Soldat soll vor dem nächsten lebensgefährlichen Einsatz schließlich noch schnell dafür sorgen können, dass die Partnerin zuhause geistlich, rechtlich und witwenrentenmäßig abgesichert ist. Bzw. der keimende Soldatennachwuchs in geordnete Verhältnisse geboren wird.

Online-Hochzeiten sind in einigen Staaten auch für Nicht-Militärs möglich, und deshalb entdecken neuerdings auch immer mehr Auswanderer die Ferntrauung für sich. Heiraten im Videochat: Praktisch für pekuniär klamme Drittwelt-Migranten, die sich so den Interkontinentalflug sparen. Sieht natürlich auch nach einem Superschlupfloch für Scheinehen aus, oder dafür, mal eben schnell eine Zwangsverheiratung klar zu machen. Aber man kann wohl davon ausgehen, dass Erstwelt-Visa-Türhüter bei online geschlossenen Ehen ganz besonders genau hinschauen, bevor sie die Greencard ausstellen.

Entwürdigt die Chat-Hochzeit das heilige Sakrament der Ehe? Stehen wir erst am Anfang einer Entwicklung? Gibt es bald den direkten Link von der Datingplattform zur Online-Hochzeit? Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es Seiten wie „weddingchapel24-7.com“ oder „hochzeit-jetzt-sofort.de“ gibt? Das klingt irgendwie fatal nach Las Vegas-mäßigen Verhältnissen. Den Alkoholkonsum also bitte in Maßen halten.</itunes:summary>
		<itunes:author>Netz.Reporter</itunes:author>
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		<title>re:publica 2013: Wie wir leben wollen. Ein Rückblick.</title>
		<link>http://www.netzreporter.org/2013/05/13/republica-2013-wie-wir-leben-wollen-ein-ruckblick/</link>
		<comments>http://www.netzreporter.org/2013/05/13/republica-2013-wie-wir-leben-wollen-ein-ruckblick/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 May 2013 16:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[20 Netzdebatte-Sendungen und rund 50 Gäste auf unserer roten Couch: Das Netzdebatte-Studio auf der re:publica 2013 war gut besucht. Im Hintergrund schrieben fleißige Redakteur_innen 40 Blogeinträge und besuchten unzählige Veranstaltungen. Eine Frage beschäftigte dabei sowohl uns als auch große Teile der re:publica: Wie wollen wir leben? Das Amüsement ist groß auf der obligatorischen re:publica-Verabschiedungs-Zeremonie, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="Netz.debatte auf youtube" href="http://www.youtube.com/user/bpbtv/videos?sort=dd&amp;view=0&amp;tag_id=">20 Netzdebatte-Sendungen</a> und rund 50 Gäste auf unserer roten Couch: Das Netzdebatte-Studio auf der re:publica 2013 war gut besucht. Im Hintergrund schrieben fleißige Redakteur_innen 40 <a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/">Blog</a>einträge und besuchten unzählige Veranstaltungen. Eine Frage beschäftigte dabei sowohl uns als auch große Teile der re:publica: Wie wollen wir leben?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><a rel="attachment wp-att-2052" href="http://kooperative-berlin.de/republica-2013-wie-wir-leben-wollen-ein-ruckblick/team-koop-blog/"><img class="alignnone size-full wp-image-2052" title="netzdebatte.bpb Team Kooperative" src="http://kooperative-berlin.de/wp-content/uploads/2013/05/team-koop-blog.jpg" alt="Ein Blick ins offene Netzdebatte-Studio und Büro (Mirko Tzotschew/Kooperative Berlin)" width="489" height="326" /></a><br />
<span id="more-2720"></span><br />
Das Amüsement ist groß auf der obligatorischen<strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ag3my5UWuT8"> re:publica-Verabschiedungs-Zeremonie</a></strong>, als Jonny Häusler süffisant lächelnd die Funfacts der diesjährigem re:publica präsentiert: Die rund 5000 Teilnehmer_innen loggten sich mit 6800 Geräten ins WLAN ein und verbrauchten dabei 1,7 Terabyte Datenvolumen, tranken 13 000 Flaschen Bier, aber nur 5 500 Flaschen Mate-Limonade. 2,5 Kilometer Kabel wurden in der Station-Berlin insgesamt verlegt, 120 000 Menschen sahen sich den Stream der re:publica an. Diese Zahlen zeigen bereits: Die re:publica ist groß geworden. Und ein bisschen erwachsen.</p>
<p>Das zumindest scheint nach drei Tagen Konferenz eines der Ergebnisse zu sein. Dem Motto in/side/out getreu wurde eine Forderung auf dieser re:publica immer häufiger laut: Wir müssen raus ins Leben, in die Politik, <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159794/buerger-lasst-das-glotzen-sein-">auf die Straße</a></strong>, in die Gesellschaft. Also irgendwie herauswachsen aus den rein digitalen Kinderschuhen.</p>
<p><strong>Das rote Sofa: Nach drei Tagen ziemlich durchgesessen </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Auch wir vom netzdebatte.bpb-Team haben uns dieser Agenda angenommen und über sehr vielfältige, bunte und &#8211; so hoffen wir &#8211; meist ziemlich spannende Themen berichtet. Muss man <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159807/roboter-ethik-von-menschlichen-maschinen-und-einer-neuen-moral">Roboter streicheln</a></strong>? Sind <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159532/altherrenwitz-finanzblogs-wollen-aus-der-nische-so-wird-das-nie-was-">Finanzblogs böse</a></strong> und wenn ja warum? Was machen Code-Girls? Wieso hatte <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159534/netzdebatte-tv-gibt-es-doch-ein-richtiges-leben-im-falschen">Adorno Unrecht</a></strong> und warum zur Hölle ist es <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159682/recapitalism-adorno-revisited">wahnsinnig subversiv</a></strong>, überteuerte Möbel zu kaufen? Was macht die Welt besser, das Internet schneller und <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159792/don-t-hate-meditate-was-die-netzwelt-von-yoga-lernen-kann">uns gesünder</a></strong>?</p>
<p>Über diese und viele Fragen mehr haben wir in <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/">unserem Blog</a></strong> geschrieben und mit unseren Gästen diskutiert. An den drei Tagen luden wir täglich dreimal zum Talk und richteten zudem unsere Kameras auf allerhand weitere Gäste, die uns im Studio einen Besuch abstatteten.</p>
<p><strong>Die re:publica auf dem Weg zur Gesellschaftskonferenz</strong></p>
<p>So konnten wir mit <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=S5MaS0Fg0M4">Markus Beckedahl</a> </strong>sowie Tanja und Jonny Häusler auch drei der Veranstalter zu unterschiedlichen Talks begrüßen. Letzterer sagte im Netzdebatte-TV: „Ich will, dass die re:publica eine <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=h4pvFIxVQyo">Gesellschaftskonferenz</a></strong> wird. Ich möchte, dass über Mediziner, Philosophen, Hacker, Youtube-Stars alle daran teilnehmen und darüber nachdenken, wie wir leben wollen“.</p>
<p>Damit hat Häusler einen Anspruch formuliert, dem schon in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen gerecht wurden. Auch die Netzdebatte.bpb-Redaktion hat sich nicht nur Themen wie <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159805/netzdebatte-tv-open-data-entert-rathaus">Open Data</a></strong>, Netzneutralität oder Open Access angenommen, sondern auch intensiv über Gegenwart und <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159599/rp13arbeit-wie-wollen-wir-leben">Zukunft der Arbeit</a></strong>, Feminismus oder die <strong><a href="https://cms.bpb.de/dialog/netzdebatte/159527/zivilkapitalismus">Demokratisierung des Kapitalismus</a></strong> gesprochen. Denn am Ende gilt auch für uns die Frage, wie wir leben wollen. Digital und analog. Hier und jetzt.</p>
<p>&nbsp;<br />
<iframe width="489" height="275" src="http://www.youtube.com/embed/4Exa22NLroQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>NETZ.Skripte Zeitgeschichte als Mosaik</title>
		<link>http://www.netzreporter.org/2013/05/13/netz-skripte-zeitgeschichte-als-mosaik/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 14:08:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Artes Webdoku 10 Jahre, 100 Blicke gewährt vielfältige Einsichten in den Irak der Gegenwart. In Sachen Internet ist Arte ein Sonderfall in der deutschen Senderlandschaft. Wo andere öffentlich rechtliche Fernsehsender bloß fleißig ihre Mediatheken bestücken, immerhin den Lifestream im großen Stil für sich entdeckt haben und ein bisschen mit Social-TV herumspielen, setzt Arte seit Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Artes Webdoku 10 Jahre, 100 Blicke gewährt vielfältige Einsichten in den Irak der Gegenwart.</strong></h3>
<h3>In Sachen Internet ist Arte ein Sonderfall in der deutschen Senderlandschaft. Wo andere öffentlich rechtliche Fernsehsender bloß fleißig ihre Mediatheken bestücken, immerhin den Lifestream im großen Stil für sich entdeckt haben und ein bisschen mit Social-TV herumspielen, setzt Arte seit Jahren Maßstäbe. <a href="http://www.arte.tv/de/webreportagen/2453936.html">Zahllose</a> Webdokuprojekte wie <a href="http://wissen.dradio.de/virtuelle-weltreise-istanbul-selbstgedreht.85.de.html?dram:article_id=4681">Istanbul, by you</a> oder <a href="http://wissen.dradio.de/knastkultur-hinter-gittern.85.de.html?dram:article_id=5350">Prison Valley</a> demonstrieren eindrucksvoll, dass Arte das Internet nicht nur als Zusatzkanal und Archiv behandelt, sondern als eigenständiges Medium ernst nimmt und auslotet. So bietet seine aktuelle Webreportage <a href="http://irak.arte.tv/de/">10 Jahre 100 Blicke</a> vielperspektivische Einblicke in den Irak der Gegenwart.</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2715" title="Arte 10 Jahre 100 Blicke Netzreporter" src="http://www.netzreporter.org/wp-content/uploads/2013/05/Bildschirmfoto-2013-05-13-um-16.06.46.png" alt="" width="489" height="281" /></p>
<p><span id="more-2714"></span></p>
<p>Die Titelthemen von heute sind bekanntlich die Randnotizen von Morgen. Während des letzten Irakkriegs liefen die Meldungen im Minutentakt durch den medialen Durchlauferhitzer. Mittlerweile schaffen es nur noch besonders verheerenden Selbstmordattentate in die Schlagzeilen.</p>
<p>Arte bietet nun ein Gegenmittel gegen unsere kollektive Aufmerksamkeits-Störung. Seine aktuelle Webdoku „10 Jahre, 100 Blicke“ nähert sich der Gegenwart des Irak. In Mosaikform statt didaktischer Draufsicht: Aus Schlaglichtern und Momentaufnahmen kann man sich selbst ein provisorisches Bild erarbeiten. Organisiertes Chaos als medialer Spiegeleines zerissenen Landes .</p>
<p>Es geht um Fußball und Öl und das Verhältnis zu Amerika. In „Irak, meine Heimat“ zeigen Nachwuchsfilmer das Land aus ihrer Perspektive. Ergänzt durch Archivaufnahmen und Einschätzungen von Journalisten von Guardian, Le Monde und der Süddeutschen.</p>
<p>Gezeigt wird die erste Frauenmannschaft im Gewichtheben. Und die prekäre Situation der Soldatenwitwen. Porträts von Kriegsflüchtlingen neben Gesprächen an der Tankstelle. Wir sehen Sprengstoffkontrollen am Checkpoint Falludschah, menschunwürdige Flüchtlingslager und vorsichtige Ansätze von Normalität: In den Autoscootern eines Freizeitparks wird endlich wieder gejohlt.</p>
<p>Manche Beiträge sind erhellender als andere. Aber die Webdoku beweist mal wieder: Arte will und kann Internet. Interaktivität bleibt kein Schlagwort sondern wird Erzählprinzip.</p>
<p>Täglich wurde die Webdoku um einen Mosaikstein ergänzt. Vom 20. März bis zum 1. Mai. Der Tag an dem ein gewisser George W. Bush sein Kriegsende verkündete. Damals. Vor 10 Jahren.</p>
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		<itunes:subtitle>Artes Webdoku 10 Jahre, 100 Blicke gewährt vielfältige Einsichten in den Irak der Gegenwart. In Sachen Internet ist Arte ein Sonderfall in der deutschen Senderlandschaft. Wo andere öffentlich rechtliche Fernsehsender bloß fleißig ihre Mediatheken best...</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Artes Webdoku 10 Jahre, 100 Blicke gewährt vielfältige Einsichten in den Irak der Gegenwart.
In Sachen Internet ist Arte ein Sonderfall in der deutschen Senderlandschaft. Wo andere öffentlich rechtliche Fernsehsender bloß fleißig ihre Mediatheken bestücken, immerhin den Lifestream im großen Stil für sich entdeckt haben und ein bisschen mit Social-TV herumspielen, setzt Arte seit Jahren Maßstäbe. Zahllose Webdokuprojekte wie Istanbul, by you oder Prison Valley demonstrieren eindrucksvoll, dass Arte das Internet nicht nur als Zusatzkanal und Archiv behandelt, sondern als eigenständiges Medium ernst nimmt und auslotet. So bietet seine aktuelle Webreportage 10 Jahre 100 Blicke vielperspektivische Einblicke in den Irak der Gegenwart.




Die Titelthemen von heute sind bekanntlich die Randnotizen von Morgen. Während des letzten Irakkriegs liefen die Meldungen im Minutentakt durch den medialen Durchlauferhitzer. Mittlerweile schaffen es nur noch besonders verheerenden Selbstmordattentate in die Schlagzeilen.

Arte bietet nun ein Gegenmittel gegen unsere kollektive Aufmerksamkeits-Störung. Seine aktuelle Webdoku „10 Jahre, 100 Blicke“ nähert sich der Gegenwart des Irak. In Mosaikform statt didaktischer Draufsicht: Aus Schlaglichtern und Momentaufnahmen kann man sich selbst ein provisorisches Bild erarbeiten. Organisiertes Chaos als medialer Spiegeleines zerissenen Landes .

Es geht um Fußball und Öl und das Verhältnis zu Amerika. In „Irak, meine Heimat“ zeigen Nachwuchsfilmer das Land aus ihrer Perspektive. Ergänzt durch Archivaufnahmen und Einschätzungen von Journalisten von Guardian, Le Monde und der Süddeutschen.

Gezeigt wird die erste Frauenmannschaft im Gewichtheben. Und die prekäre Situation der Soldatenwitwen. Porträts von Kriegsflüchtlingen neben Gesprächen an der Tankstelle. Wir sehen Sprengstoffkontrollen am Checkpoint Falludschah, menschunwürdige Flüchtlingslager und vorsichtige Ansätze von Normalität: In den Autoscootern eines Freizeitparks wird endlich wieder gejohlt.

Manche Beiträge sind erhellender als andere. Aber die Webdoku beweist mal wieder: Arte will und kann Internet. Interaktivität bleibt kein Schlagwort sondern wird Erzählprinzip.

Täglich wurde die Webdoku um einen Mosaikstein ergänzt. Vom 20. März bis zum 1. Mai. Der Tag an dem ein gewisser George W. Bush sein Kriegsende verkündete. Damals. Vor 10 Jahren.</itunes:summary>
		<itunes:author>Netz.Reporter</itunes:author>
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		<title>Live! Eine neuer Stream ist verfügbar</title>
		<link>http://www.netzreporter.org/2013/05/11/live-eine-neuer-stream-ist-verfugbar/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 07:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Talk / NR-XL]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk von Gehlen]]></category>
		<category><![CDATA[enviv]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz. Stream]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>

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		<description><![CDATA[Von der Konferenz &#8220;Eine neue Version ist verfügbar&#8221; in Tutzing. Am Samstag früh geht&#8217;s los. Es gibt Talks und Vorträge rund um Kultur als Software. Das Ganze ist angelehnt an das Buch &#8220;Eine neue Version ist verfügbar&#8221; (#enviv) von Dirk von Gehlen. Vor einigen Monaten startete der Redaktionsleiter von jetzt.de und Social-Media-Verantwortliche von Sueddeutsche.de das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von der <a href="http://web.ev-akademie-tutzing.de/cms/index.php?id=576&amp;part=prog&amp;lfdnr=1901">Konferenz</a> &#8220;Eine neue Version ist verfügbar&#8221; in Tutzing. Am Samstag früh geht&#8217;s los. Es gibt Talks und Vorträge rund um Kultur als Software.</p>
<p><span id="more-2706"></span></p>
<p>Das Ganze ist angelehnt an das Buch &#8220;<a href="http://www.enviv.de/">Eine neue Version ist verfügbar</a>&#8221; (#enviv) von Dirk von Gehlen. Vor einigen Monaten startete der Redaktionsleiter von jetzt.de und Social-Media-Verantwortliche von Sueddeutsche.de das Crowdfundingprojekt #enviv. Die Idee ist einfach aber überzeugend. Bücher verändern sich durch die Digitalisierung, sie werden flüssig. An dieser Verflüssigung konnten die Unterstützer des Crowdfundingprojekts direkt partizipieren. Der Entstehungsprozess wurde transparent.</p>
<p>Aber dieser Verflüssigungsprozess betrifft nicht nur Bücher auch alle anderen Bereiche der Kultur verändern sich. Darum geht es in dem Buch und darum geht es auf der Konferenz. Wir zeigen die spannendsten Podien und Vorträge live im Blog. Am Abend veranstalten wir dann noch einen Talk selbst. Um 19.30 Uhr diskutiert <a href="https://twitter.com/markusheidmeier">Markus Heidmeier </a>mit der TV-Journalistin <a href="http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/7268-angelika-knop.html">Angelika Knop</a>, dem Chefredakteur von Sueddeutsche.de, <a href="http://ploechinger.tumblr.com/">Stefan Plöchinger</a> und dem Programmchef von DRadio Wissen, <a href="http://wissen.dradio.de/die-redaktion.67.de.html">Ralf Müller-Schmid</a>, unter dem Titel &#8220;Content als Software&#8221; über die Innovationskultur im Journalismus.</p>
<p>Crosspost von blog.dradiowissen.de</p>
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		</item>
		<item>
		<title>NETZ.Skripte Digitale Designer</title>
		<link>http://www.netzreporter.org/2013/05/10/netz-skripte-digitale-designer/</link>
		<comments>http://www.netzreporter.org/2013/05/10/netz-skripte-digitale-designer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 May 2013 13:57:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Produktdesigner: Das sind doch diese Kunsthochschulabsolventen, die massenkompatible-Must-Haves ersinnen oder mit der nächsten Bauhauslampe die Arbeitszimmer stilbewußter Besserverdiener verschönern. Dass Produktdesign mitnichten nur kommerziellen Interessen verpflichtet ist, demonstrierte eine junge Internetplattform. Fixperts bring Menschen mit Alltagsproblem mit Designern zusammen. Die versuchen mit kreativen Lösungen, die kleinen und größeren Hürden zu überbrücken, die etwa Senioren oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Produktdesigner: Das sind doch diese Kunsthochschulabsolventen, die massenkompatible-Must-Haves ersinnen oder mit der nächsten Bauhauslampe die Arbeitszimmer stilbewußter Besserverdiener verschönern. Dass Produktdesign mitnichten nur kommerziellen Interessen verpflichtet ist, demonstrierte eine junge Internetplattform. Fixperts bring Menschen mit Alltagsproblem mit Designern zusammen. Die versuchen mit kreativen Lösungen, die kleinen und größeren Hürden zu überbrücken, die etwa Senioren oder Menschen mit Behinderung den Alltag erschweren. Die Gründer der Plattform Daniel Charny und James Carrigan wollen so die sozialen und kreativen Werte des Produktdesigns in die Lebenspraxis holen. Mit sehr sehenswerten Ergebnissen.</h3>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2702" class="wp-caption alignnone" style="width: 499px"><img class="size-full wp-image-2702" title="Netzreporter fixperts" src="http://www.netzreporter.org/wp-content/uploads/2013/05/design.jpg" alt="" width="489" height="326" /><p class="wp-caption-text">Auseinandergebaut ist schon mal &#8211; und jetzt? Die Flixperts helfen &#8211; alltagsnah und kreativ. (t0msk | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)</p></div>
<p><span id="more-2701"></span><br />
Mit Siebzehn wollte man alle Kriege abschaffen, das Klima kurieren und mindestens die Welt retten. Im sogenannten Erwachsenenalter hat man wahlweise resigniert, oder seine Ziele tiefer gehängt. Dass auch die kleineren Brötchen große Bedeutung haben können, demonstriert die Internetplattform Fixperts.org.</p>
<p>„So the big idea, is to connect Designers with people, who could do with a little help in their lives.</p>
<p>Statt massenkompatible Must-Haves zu entwickeln, versuchen die Designer Alltagsprobleme zu lösen. Etwa von Senioren oder Menschen mit Behinderungen.</p>
<p>Die sogenannten Fixperts reparieren den Steuerknüppel eines elektrischen Rollstuhls oder entwickeln einen Einhand-Flaschenöffner für eine Frau, der vier Finger fehlen. Eine Studentin bekommt einen Windschutz für ihr zugiges Fenster, eine alte Dame ein Sockenhorn, mit dem sie sich wieder selbst die Strümpfe anziehen kann.</p>
<p>Kleine Probleme werden mit einer Kiste unterm Kühlschrank gelöst, andere erfordern diffizilere Werkzeuge. Etwa die ausgeklügelte Ohring-Einsteckhilfe für eine Frau mit Multipler Sklerose.</p>
<p>Die Gründer Daniel Charny und James Carrigan wollen mit dem Portal eine Lanze brechen für die Kultur der Reparatur und die soziale Dimension der Kreativität. Sicher rettet man mit Sockenhörnern für Seniorinnen nicht gleich die Welt. Sie sind aber ein wirklich guter Anfang.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<itunes:subtitle>Produktdesigner: Das sind doch diese Kunsthochschulabsolventen, die massenkompatible-Must-Haves ersinnen oder mit der nächsten Bauhauslampe die Arbeitszimmer stilbewußter Besserverdiener verschönern. Dass Produktdesign mitnichten nur kommerziellen Inte...</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Produktdesigner: Das sind doch diese Kunsthochschulabsolventen, die massenkompatible-Must-Haves ersinnen oder mit der nächsten Bauhauslampe die Arbeitszimmer stilbewußter Besserverdiener verschönern. Dass Produktdesign mitnichten nur kommerziellen Interessen verpflichtet ist, demonstrierte eine junge Internetplattform. Fixperts bring Menschen mit Alltagsproblem mit Designern zusammen. Die versuchen mit kreativen Lösungen, die kleinen und größeren Hürden zu überbrücken, die etwa Senioren oder Menschen mit Behinderung den Alltag erschweren. Die Gründer der Plattform Daniel Charny und James Carrigan wollen so die sozialen und kreativen Werte des Produktdesigns in die Lebenspraxis holen. Mit sehr sehenswerten Ergebnissen.
 




Mit Siebzehn wollte man alle Kriege abschaffen, das Klima kurieren und mindestens die Welt retten. Im sogenannten Erwachsenenalter hat man wahlweise resigniert, oder seine Ziele tiefer gehängt. Dass auch die kleineren Brötchen große Bedeutung haben können, demonstriert die Internetplattform Fixperts.org.

„So the big idea, is to connect Designers with people, who could do with a little help in their lives.

Statt massenkompatible Must-Haves zu entwickeln, versuchen die Designer Alltagsprobleme zu lösen. Etwa von Senioren oder Menschen mit Behinderungen.

Die sogenannten Fixperts reparieren den Steuerknüppel eines elektrischen Rollstuhls oder entwickeln einen Einhand-Flaschenöffner für eine Frau, der vier Finger fehlen. Eine Studentin bekommt einen Windschutz für ihr zugiges Fenster, eine alte Dame ein Sockenhorn, mit dem sie sich wieder selbst die Strümpfe anziehen kann.

Kleine Probleme werden mit einer Kiste unterm Kühlschrank gelöst, andere erfordern diffizilere Werkzeuge. Etwa die ausgeklügelte Ohring-Einsteckhilfe für eine Frau mit Multipler Sklerose.

Die Gründer Daniel Charny und James Carrigan wollen mit dem Portal eine Lanze brechen für die Kultur der Reparatur und die soziale Dimension der Kreativität. Sicher rettet man mit Sockenhörnern für Seniorinnen nicht gleich die Welt. Sie sind aber ein wirklich guter Anfang.

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		<item>
		<title>NETZ.Skripte Internetzensur</title>
		<link>http://www.netzreporter.org/2013/05/10/netz-skripte-internetzensur/</link>
		<comments>http://www.netzreporter.org/2013/05/10/netz-skripte-internetzensur/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 May 2013 13:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.netzreporter.org/?p=2697</guid>
		<description><![CDATA[Kampf der Zensoren Apple ist dafür bekannt besonders wenig Spaß bei erotischen Inhalten zu verstehen. Auf Apples zentralem Marktplatz, dem iTunes-Store, wird deshalb wild zensiert. Im Januar wurde zeitweise die App 500px gesperrt. Dort waren neben tausender normaler Bilder auch Aktbilder zu sehen. Nun ist Apple selbst in Bedrängnis geraten – und muss um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Kampf der Zensoren</strong></h3>
<h3>Apple ist dafür bekannt besonders wenig Spaß bei erotischen Inhalten zu verstehen. Auf Apples zentralem Marktplatz, dem iTunes-Store, wird deshalb wild zensiert. Im Januar wurde zeitweise die App 500px gesperrt. Dort waren neben tausender normaler Bilder auch Aktbilder zu sehen. Nun ist Apple selbst in Bedrängnis geraten – und muss um die Zukunft seines App-Stores in China bangen.</h3>
<p>&nbsp;<br />
<div id="attachment_2699" class="wp-caption alignnone" style="width: 499px"><img src="http://www.netzreporter.org/wp-content/uploads/2013/05/Zensur.jpg" alt="" title="Zensur Netzreporter" width="489" height="367" class="size-full wp-image-2699" /><p class="wp-caption-text">Nichts sehen, nicht hören, nichts sagen: Der Kampf der Zensoren. (flickr &#8211;  IsaacMao &#8211; CC BY 2.0)</p></div><br />
<span id="more-2697"></span></p>
<p>Das eine große Versprechen Hollywoods geht so: Wenn du nur so richtig knallhart an deine Sache glaubst und dich dann noch mega reinhängst, dann wird das am Ende auch was – mit deiner Sache.</p>
<p>Ist mit allem so gewesen: Kometen sprengen, Prinzessinnen gewinnen oder aus dem Delfinarium ins Meer springen.</p>
<p>Das könnt ihr ab sofort vergessen! Die Wahrheit lautet: Es wird immer einen Besseren geben. Das ganze Ehrgeiz-Gedöns hilft da null. Diese bittere Erfahrung musste jetzt auch Apple machen. Der IT-Konzern wurde von China abgehängt. Disziplin: Internetzensur.</p>
<p>Die chinesische Staatszeitung „People&#8217;s Daily“ verurteilte Apple vergangene Woche als „Porn Offender“ und empfiehlt gar den App-Store von Apple zu blockieren. Das kommt unerwartet. Schließlich hatten die Jungs aus Kalifornien jahrelang lupenrein zensiert. Erst verschwanden korpulierende, später gar entblößte Menschen aus dem Store. Jeder Baumarkt hatte mehr Sex im Sortiment als iTunes.</p>
<p>Aber dann nahmen sich die Chinesen iTunes vor und fanden eben doch obszönes Material. Außerhalb der Zensur-Szene weiß niemand, was genau Stein des Anstoßes gewesen sein könnte. Experten vermuten, dass Halbnacktheit der neue Zensur-Trend ist. Bikinis und so.</p>
<p>Bei Apple wollte sich niemand dazu äußern. Die ehemaligen Zensoren-Könige stehen jetzt in der Branche als richtige Waschlappen da. Das ist auch irgendwie ungerecht. Aber so schnell kann das gehen, wenn man Hollywood zu lange glaubt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<itunes:subtitle>Kampf der Zensoren Apple ist dafür bekannt besonders wenig Spaß bei erotischen Inhalten zu verstehen. Auf Apples zentralem Marktplatz, dem iTunes-Store, wird deshalb wild zensiert. Im Januar wurde zeitweise die App 500px gesperrt.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Kampf der Zensoren
Apple ist dafür bekannt besonders wenig Spaß bei erotischen Inhalten zu verstehen. Auf Apples zentralem Marktplatz, dem iTunes-Store, wird deshalb wild zensiert. Im Januar wurde zeitweise die App 500px gesperrt. Dort waren neben tausender normaler Bilder auch Aktbilder zu sehen. Nun ist Apple selbst in Bedrängnis geraten – und muss um die Zukunft seines App-Stores in China bangen.
 



Das eine große Versprechen Hollywoods geht so: Wenn du nur so richtig knallhart an deine Sache glaubst und dich dann noch mega reinhängst, dann wird das am Ende auch was – mit deiner Sache.

Ist mit allem so gewesen: Kometen sprengen, Prinzessinnen gewinnen oder aus dem Delfinarium ins Meer springen.

Das könnt ihr ab sofort vergessen! Die Wahrheit lautet: Es wird immer einen Besseren geben. Das ganze Ehrgeiz-Gedöns hilft da null. Diese bittere Erfahrung musste jetzt auch Apple machen. Der IT-Konzern wurde von China abgehängt. Disziplin: Internetzensur.

Die chinesische Staatszeitung „People&#039;s Daily“ verurteilte Apple vergangene Woche als „Porn Offender“ und empfiehlt gar den App-Store von Apple zu blockieren. Das kommt unerwartet. Schließlich hatten die Jungs aus Kalifornien jahrelang lupenrein zensiert. Erst verschwanden korpulierende, später gar entblößte Menschen aus dem Store. Jeder Baumarkt hatte mehr Sex im Sortiment als iTunes.

Aber dann nahmen sich die Chinesen iTunes vor und fanden eben doch obszönes Material. Außerhalb der Zensur-Szene weiß niemand, was genau Stein des Anstoßes gewesen sein könnte. Experten vermuten, dass Halbnacktheit der neue Zensur-Trend ist. Bikinis und so.

Bei Apple wollte sich niemand dazu äußern. Die ehemaligen Zensoren-Könige stehen jetzt in der Branche als richtige Waschlappen da. Das ist auch irgendwie ungerecht. Aber so schnell kann das gehen, wenn man Hollywood zu lange glaubt.

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		<itunes:author>Netz.Reporter</itunes:author>
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		<title>NETZ.Skripte Bitcoin</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 13:37:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Willkommen auf der Nerd Street  Lange Zeit interessierten sich nur Nerds für Bitcoins, die unendlich komplizierte, digitale Währung. Das änderte sich 2013. In nur 3 Monaten hat sich der Wert eines Bitcoins mehr als verzwanzigfacht. Auch wenn er zwischenzeitlich fiel und seitdem eher moderat ansteigt, hat er doch einige Gewinne hervorgebracht: Computer-Freaks, die seit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Willkommen auf der Nerd Street </strong></h3>
<h3>Lange Zeit interessierten sich nur Nerds für Bitcoins, die unendlich komplizierte, digitale Währung. Das änderte sich 2013. In nur 3 Monaten hat sich der Wert eines Bitcoins mehr als verzwanzigfacht. Auch wenn er zwischenzeitlich fiel und seitdem eher moderat ansteigt, hat er doch einige Gewinne hervorgebracht: Computer-Freaks, die seit den Anfangstagen der Währung Bitcoins sammelten und jetzt plötzlich reich wurden. Die Nerd Street ist die neue Wall Street.</h3>
<div id="attachment_2694" class="wp-caption alignnone" style="width: 499px"><img class="size-full wp-image-2694" title="Sieht aus wie Spielgeld." src="http://www.netzreporter.org/wp-content/uploads/2013/05/bitcoin.jpg" alt="" width="489" height="326" /><p class="wp-caption-text">(zcopley | Flickr | CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p><span id="more-2693"></span><br />
Im Film Wall Street verfiel ein junger, hoffnungsvoller Mann einem gierigen Spekulanten. Ein Finanzhai namens Gordon Gekko hatte ihm eine Sache gelehrt:</p>
<p>Plötzlich hatte auch er Dollarzeichen in den Augen. Spätestens seit dem Film gilt die Wall Street als ultimativer Ort für finanziellen Größenwahn und Gewinne aus dem Nichts – bis 2013.</p>
<p>Doch: In den Tiefen des World Wide Web liegt sie, die Nerd Street.</p>
<p>Hier handeln pickelige Computer-Freaks mit Bitcoins. Und einige dieser Nerds waren sehr, sehr schlau: Wie Oma Bunke ihre Cent-Stücke horten sie seit Jahren Bitcoins. Die waren mal nur wenige Cent wert, doch die Nerds wussten: der große Tag wird kommen.</p>
<p>Und: er kam. 2013 begann der epische Aufstieg. Bitcoins stiegen von 10 Dollar, auf 20, auf 40, auf 160 und schließlich auf 260.</p>
<p>In gerade Mal 3 Monaten. Selbst den abgebrühtesten Wall-Street-Haien rinnt seitdem der Sabber eimerweise aus den Mündern.</p>
<p>Wie Gordan Gecko ahnten sie: „Ne ganz große Sache läuft da zur Zeit.“ (Trailer, 0.15-0:17)</p>
<p>Mitte April brach der Kurs wieder zusammen. Auf die Hälfte, in gerade mal 8 Stunden. Doch auch so hat sich das digitale Guthaben vieler Nerds verhundertfacht, und manche haben sie sich genau im richtigen Moment vergoldet. Über die Ignoranz der Wall-Street-Heinis können sie nur lachen. Sie sitzen längst auf einer Insel, schlürfen ihren Cocktail und wissen: endlich scheint auch für sie die Sonne. Bitcoin sei Dank. Manchmal ist das Leben halt doch gerecht, zumindest auf der Nerd Street.</p>
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		<itunes:subtitle>Willkommen auf der Nerd Street  Lange Zeit interessierten sich nur Nerds für Bitcoins, die unendlich komplizierte, digitale Währung. Das änderte sich 2013. In nur 3 Monaten hat sich der Wert eines Bitcoins mehr als verzwanzigfacht.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Willkommen auf der Nerd Street 
Lange Zeit interessierten sich nur Nerds für Bitcoins, die unendlich komplizierte, digitale Währung. Das änderte sich 2013. In nur 3 Monaten hat sich der Wert eines Bitcoins mehr als verzwanzigfacht. Auch wenn er zwischenzeitlich fiel und seitdem eher moderat ansteigt, hat er doch einige Gewinne hervorgebracht: Computer-Freaks, die seit den Anfangstagen der Währung Bitcoins sammelten und jetzt plötzlich reich wurden. Die Nerd Street ist die neue Wall Street.



Im Film Wall Street verfiel ein junger, hoffnungsvoller Mann einem gierigen Spekulanten. Ein Finanzhai namens Gordon Gekko hatte ihm eine Sache gelehrt:

Plötzlich hatte auch er Dollarzeichen in den Augen. Spätestens seit dem Film gilt die Wall Street als ultimativer Ort für finanziellen Größenwahn und Gewinne aus dem Nichts – bis 2013.

Doch: In den Tiefen des World Wide Web liegt sie, die Nerd Street.

Hier handeln pickelige Computer-Freaks mit Bitcoins. Und einige dieser Nerds waren sehr, sehr schlau: Wie Oma Bunke ihre Cent-Stücke horten sie seit Jahren Bitcoins. Die waren mal nur wenige Cent wert, doch die Nerds wussten: der große Tag wird kommen.

Und: er kam. 2013 begann der epische Aufstieg. Bitcoins stiegen von 10 Dollar, auf 20, auf 40, auf 160 und schließlich auf 260.

In gerade Mal 3 Monaten. Selbst den abgebrühtesten Wall-Street-Haien rinnt seitdem der Sabber eimerweise aus den Mündern.

Wie Gordan Gecko ahnten sie: „Ne ganz große Sache läuft da zur Zeit.“ (Trailer, 0.15-0:17)

Mitte April brach der Kurs wieder zusammen. Auf die Hälfte, in gerade mal 8 Stunden. Doch auch so hat sich das digitale Guthaben vieler Nerds verhundertfacht, und manche haben sie sich genau im richtigen Moment vergoldet. Über die Ignoranz der Wall-Street-Heinis können sie nur lachen. Sie sitzen längst auf einer Insel, schlürfen ihren Cocktail und wissen: endlich scheint auch für sie die Sonne. Bitcoin sei Dank. Manchmal ist das Leben halt doch gerecht, zumindest auf der Nerd Street.</itunes:summary>
		<itunes:author>Netz.Reporter</itunes:author>
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