Archiv für die Kategorie ‘Netzpolitik‘

Netzkommentar: Googles mächtiges Instrument

Publiziert am 07.07.2011 von netzreporter

Und hier das Skript und das Crosspost des Netzkommentars von Christiane Schulzki-Haddouti.

Crosspost (zuerst erschienen auf www.dradiowissen.de.

Wie der Suchmaschinengigant seine zahlreiche Funktionen bei Google Plus zu einem mächtigen Instrument vereint.

Über eine Woche ist das neue Netzwerk des Internetriesen Google bereits zugänglich. Dennoch bleibt die Euphorie in der Netzszene ungebrochen. Auch Konkurrent Facebook sah sich genötigt schnell zu reagieren und stellte in dieser Woche seinen neuen Videochat vor, der In Kooperation mit Kommunikationsdienst Skype realisiert wird. Anfangs betrachteten zahlreiche Experten das neue Googlenetzwerk als Facebook-Klon, der über einige weitergehende Features verfügt. Mittlerweile allerdings wird klar, dass Google ein mächtiges Instrument entwickelt hat, das etliche Googlediensteintegriert. Damit dürfte Googles Position auf Dauer gestärkt werden. Das jedenfalls meint Christiane Schulzki-Haddouti in ihrem Netzkommentar.

Skript:

Google bündelt seine Kräfte

Google wurde immer nachgesagt, es könne mit Algorithmen gut umgehen. Der Umgang mit menschlicher Kommunikation gelinge anderen aber besser. Beispiel Facebook. Google+ ist nun für Google mehr als nur ein Experiment, menschliche Kommunikation zu ermöglichen.
Google Buzz zum Beispiel erhielt nie so großen Zulauf wie Twitter – kann aber dasselbe: den Nachrichtenströmen anderer Menschen folgen. Buzz ist nun Bestandteil von Google+ – außerdem können Nutzer bestimmten Themenkreisen folgen. Google hat damit einen sozial bewerteten Nachrichtendienst entwickelt, in dem Nutzer verschiedene Themenstränge bewerten und kommentieren können.
Google bündelt außerdem Dienste, die bislang wenig Zuspruch hatten, zu einem sinnvollen Informationsfluss: Android-Nutzer können mit ihrem Handy Bilder aufnehmen und in Google+ veröffentlichen. Die Bilder werden automatisch in Picasa-Bilderalben abgelegt. Drei zuvor getrennte Dienste werden damit sinnvoll miteinander verbunden. Mit dem Nachrichtenaustausch über das mobile Google+ bietet Google zudem eine alternative SMS-Funktion, mit der Nutzer nicht nur einen, sondern viele Kontakte auf einmal erreichen können. Für die Koordinierung und Mobilisierung von Gruppen ist das ein mächtiges Werkzeug.
Google führte außerdem einen „+1“-Button ein, mit dem Nutzer Nachrichten bewerten können. Mittelfristig wird dieser Button auch zur Bewertung von Suchergebnissen in Googles Suchmaschine herangezogen werden. Die Algorithmen der Suchmaschine können damit auch auf persönliche Empfehlungen zurückgreifen.
Aber auch den Telefoniemarkt mischt Google weiter auf: Seit bietet Google Jahren bereits eine Videochat-Funktion über seinen E-Mail-Dienst an. Jetzt können über Google + bis zu zehn Nutzern  gleichzeitig Videochats führen – für Unternehmen und Organisationen ist das im Moment die günstigste Art Telefonkonferenzen abzuhalten. Dabei greift Google anders als Facebook auf die eigene Technik zurück. Facebook musste erst eine Kooperation mit Skype eingehen, um ähnliches anbieten zu können.
Google hat noch einiges mehr in petto, mit dem es seine Dienste verbessern kann. Hunderte von Entwicklern setzte Google-Chef Larry Page auf das Projekt an. Zahlreiche, bislang nur am Rande genutzte Dienste werden jetzt gebündelt, um neue Schlagkraft im sozialen Netz zu gewinnen. Andere Dienste dürften sich schwer tun, etwas Ähnliches in absehbarer Zeit auf die Beine zu stellen. Google ist jedenfalls im sozialen Web angekommen – und für den Wettbewerb mit Facebook, Twitter, Skype und anderen Playern bestens gerüstet.

Kategorien: NETZ.KOMMENTAR, Netzpolitik, Social Media

NETZ.REPORTER XL: Die Halbzeitbilanz der Internet-Enquete im Online Talk

Publiziert am 05.07.2011 von netzreporter

Für alle Werktagssurfer gibt es hier die NETZ.REPORTER XL Ausgabe des DRadio Wissen Online Talk inklusive Timeline, MP3-Download und Bild. Und natürlich mit dem kompletten Crosspost (erschienen am 2. Juli auf DRadioWissen.de).

Die Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” beschäftigt sich mit Urheberrecht, Netzneutralität und Datenschutz. Zu diesen Themen soll sie dem Bundestag Empfehlungen geben. Der NETZREPORTER-XL zieht die Halbzeitbilanz der Kommission. Zu Gast sind die Kommissionsmitglieder Konstantin von Notz von Bündnis 90/Die Grünen, Jimmy Schulz von der FDP und der Fachjournalist Daniel Bouhs (dapd).

Als die Enquete Kommission Internet und digitale Gesellschaft vor über einem Jahr startete, war ihre Agenda lang. Es sollte um das strittige Thema Urheberrecht in der digitalen Welt gehen. Natürlich stand auch das komplexe Thema des Datenschutzes von Anfang an auf der Liste der Kommission. Open Access oder e-Democracy sollten die Kommission auch beschäftigen.

Die Kommission soll fast alle Netzthemen abdecken

Die Mitglieder der Enquete-Kommission "Internet und Digitale Gesellschaft" 

Die Mitglieder der Enquete-Kommission “Internet und Digitale Gesellschaft” (openenquete | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)

Dauerbrenner wie Medienkompetenz, Open Data, digitale Bürgerbeteiligung und Netzneutralität waren immer Teil der Kommissionsdebatten. Als die Kommission startete, kamen gleich neue Themen auf den Tisch. Der Bürger sollte als 18. Sachverständiger beteiligt werden, was anfangs auf Widerstand traf.

Zwischenbericht nur teilweise verabschiedet

Schließlich sollte am kommenden Montag ein Zwischenbericht veröffentlicht werden. Doch die Kommission hat diesen Zwischenbericht nur teilweise verabschiedet. Wichtige Netz-Aspekte blieben ausgeklammert. Die Arbeit der auf zwei Jahre angelegten Kommission ist nun neu zu bewerten.

Darüber spricht Vera Linß, Moderatorin von NETZREPORTER XL, mit ihren Gästen im Onlinetalk.

Zu Gast sind: Alvar Freude (Sachverständiger), Konstantin von Notz (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Jimmy Schulz (MdB, FDP) Daniel Bouhs (Fachjournalist)

Timeline für Schnellhörer:

1’55 In der Enquete-Kommission geht es zu wie in einem Gemeinderat, sagt Daniel Bouhs

3’18 Eine gemeinsame Linie für alle Fraktionen ist mehr als schwierig (Konstantin von Notz)

6’01 Es wurden viele parteipolitische Spielchen gespielt (Alvar Freude)

8’55 Netzpolitik steht in Deutschland immer noch am Anfang

10’40 Konsens in Sachen Netzneutralität kaum denkbar (Freude)

12’30 Kann Wettbewerb für Netzneutralität erzeugen? Oder braucht es eine gesetzliche Grundlage?

14’27 “Die zeigen mir den Vogel!” Viele Sachverständige haben ihren eigenen Kopf

18’32 Auch beim Urheberrecht gibt es natürlich Lobbying

25’05 Enquuete sollte sich nicht in die Tagespolitik einmischen; eher Grundsätze diskutieren

31’55 Das alte Urheberrecht war eben lange erfolgreich; aber jetzt suchen wir ein progressives Modell

35’15 “Wehre mich gegen den Vorwurf, es sei eine Fortbildungsverstanstaltung für Politiker” (Schulz)

43’15 Modelle der Partzipation, Bedeutung von Adhocracy

50’26 Kann sein, dass der Abschlussbereicht schon wieder veraltet sein wird; hoch dynamisches Umfeld

51’40 Die Enquete sollte institutionalisiert werden

 

Kategorien: Netzpolitik, Online Talk / NR-XL

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Verstehen Sie Spaß? Der Netzkommentar zum Hackerhype

Publiziert am 17.06.2011 von netzreporter

Der Hackerhype im Netz und seine politische Bedeutung. Ein Netzkommentar von Christiane Schulzki-Haddouti. Hier der Crosspost von DradioWissen.

Ein "Hack" ist eine kreative Lösung für ein Problem - Manche Sachen funktionieren aber auch einfach. (B_Zedan | flickr | cc by-nc-sa 2.0)

Ein "Hack" ist eine kreative Lösung für ein Problem - Manche Sachen funktionieren aber auch einfach. (B_Zedan | flickr | cc by-nc-sa 2.0)

Der Cyberwar ist omnipräsent. Der Hacker Staatsfeind Nummer 1. Diesen Eindruck gewinnt, wer die Reaktionen auf die Eröffnung des deutschen Cyberabwehrzentrums in dieser Woche registriert. Doch scheint es neben einer großen Begriffsunschärfe, um was es sich bei einem Hacker genau handelt – ein privater Tüftler, der Technologie neu interpretiert und durch sogenanntes Re-Engeneering weiterentwickelt oder Handlanger der organisierten Verbrechens, für das er im Netz als Krimineller Daten stiehlt oder gar ein Cyberterrorist, der staatliche Infrastrukturen lahm legen will? – auch eine bewusste Verwechselung von Spaßguerilla und Staatsguerilla im Netz zu geben. Das jedenfalls meint Christiane Schulzki-Haddouti in ihrem Netzkommentar.

Das Skript gibt’s unten. weiter lesen

Kategorien: NETZ.KOMMENTAR, Netzpolitik

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Netzkommentar: Facebooks Gesichtserkennung

Publiziert am 11.06.2011 von netzreporter

Wir sollten uns jetzt auf eine Zukunft vorbereiten, die sowieso unvermeidlich ist, meint Michael Seemann, alias mspr0, in seinem Netzkommentar.

Hier der Crosspost des Netzkommentars bei den NETZ.REPORTERN auf DRadio Wissen.

Der Aufschrei war laut und deutlich. Datenschützer wehrten sich in dieser Woche empört gegen Facebooks vollautomatische Gesichtserkennung. Das neue Feature des sozialen Netzwerks sichtet automatisch alle Bilder, die auf Facebook hochgeladen werden. Ein neuer Algorithmus erkennt dabei die Bilder von Facebookfreunden und schlägt diese automatisch dem persönlichen Netzwerk vor. Für den Blogger Michael Seemann, im Netz als mspr0 aktiv, mit den Themenschwerpunkten Kontrollverlust und Postprivacy, ist das neue Facebook-Feature nur einer von vielen Vorboten auf eine Zukunft, die sowieso unvermeidlich ist. Das jedenfalls meint er als Gastautor in unserem Netzkommentar.

Hier das MP3. Das Skript gibt’s unten.

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Kategorien: NETZ.KOMMENTAR, Netzpolitik, Social Media

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Netzkommentar: Wikipedia als Weltkulturerbe

Publiziert am 05.06.2011 von netzreporter

Die Diskussion ist dabei wichtiger als das Ergebnis. Ein Netzkommentar von Tim Pritlove, unter anderem Macher des Podcasts Chaos Radio Express.

Jimmy Wales ist der Gründer von Wikipedia (Manuel Archain, Buenos Aires | Wikimedia | cc-by)

Die Petition in eigener Sache sorgte für Überraschung. Seit einigen Tagen können Internetnutzer auf den Seiten der Wikipedia eine Petition unterstützen, die sich dafür ausspricht, die Wikipedia in das Weltkulturerbe der UNESCO aufzunehmen. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Auch digitale Kultur sei schützenswerte Kultur, eine realisierte Utopie habe es verdient Kulturerbe zu werden, aber auch skeptische Stellungnahmen waren zu hören. Die Aufnahme in das Weltkulturerbe sei wesentlich weniger wichtig, als die nachhaltige Pflege und der anhaltende Betrieb der Wikipedia. Tim Pritlove, unter anderem langjähriger Macher des Podcasts Chaos Radio Express und Mitglied des CCC ist vor allem eines wichtig: die Diskussion. Denn die Frage, wie wir mit digitalen Gütern umgehen werden, wird uns dauerhaft beschäftigen, meint er in unserem Netzkommentar der Woche.

Das Audio als MP3 gibt es hier, das Skript unten.

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Kategorien: NETZ.KOMMENTAR, Netzpolitik

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Netzkommentar: Sarkozy – der Eroberer

Publiziert am 27.05.2011 von netzreporter

In unserem wöchentlichen Netzkommentar auf DRadio Wissen kommt in dieser Woche Kai Biermann, Leiter Ressort Digitales, ZEIT ONLINE, zu Wort. Sein Thema: Der G8-Gipfel, das Internet und Sarkozys Erobererphanatsien.

Der französische Staatschef liebt große Gesten und starke Worte. In dieser Woche hatte er sich das Internet als neues Thema vorgenommen und zum sogenannten eG8-Forum geladen. In Vorbereitung des Treffens der wichtigsten Staatsoberhäupter der Welt in Deauville am heutigen Freitag sollten Experten über Chancen und Risiken des Internets diskutieren. Sarkozys Position war dabei schnell klar geworden, hatte er doch eine eindeutige Parole ausgegeben. Das Internet ist aus seiner Sicht kein Lebensraum, sondern Ort der Wildnis, die es zu zivilisieren gilt. Ein gefährlicher Ansatz, meint Kai Biermann, Leiter Ressort Digitales, ZEIT ONLINE in seinem Netzkommentar.

Hier schon mal das Manuskript. Das Audio folgt nach Ausstrahlung.

Es ist ein gutes Zeichen, dass die G8-Staaten und damit die Führer der mächtigsten Industrienationen der Welt das Internet zur Kenntnis nahmen und auf ihrem jährlichen Treffen auch einmal über das Netz redeten. Lange genug hat es gedauert.

Nicht so gut ist, wer dort auftrat. Die Teilnehmer der Podien lassen sich in zwei Gruppen sortieren. Gruppe eins: Facebook, Google, Amazon, Ebay, Microsoft, Qualmcomm, Vivendi, HTC, Blackstone, Orange Telecom, Alcatel-Lucent, Groupon, Murdoch.

Gruppe zwei: Wikipedia, Lawrence Lessig.

Die Führer der G8 hatten sich die Firmen geladen, die Milliarden mit dem Netz verdienen. Nutzer spielten keine Rolle.

Das Muster ist kein Zufall. Hatte Nicolas Sarkozy, der Initiator des Treffens, doch zuvor verkündet, es gehe darum, das Internet zu zivilisieren. Denn es sei ein neues Grenzgebiet, ein Territorium, das es zu erobern gelte.

Sarkozy also will in den Wilden Westen vordringen. Er will ihn sich mit stählernen Rössern Untertan machen und ihn anschließend mit der Bibel befrieden. So zumindest klingen die Sätze des französischen Staatschefs.

Wie einst der Wilde Westen ist auch das Internet allerdings nicht so wild und unbewohnt, wie Sarkozy damit suggeriert. Die Stimmen derjenigen aber, die dort längst wohnen, wurden auf dem eG8-Forum in Paris nicht gehört. Auch ihre Themen spielten keine Rolle, um Netzneutralität beispielsweise ging es nicht.

Es steht zu befürchten, dass die Nutzer enden wie einst die Ureinwohner Amerikas – recht- und machtlos. Sie sollten schnell ihre Stimme erheben.

Foto: Kirill Reinhardt, Flickr unter CC. Danke!

Kategorien: NETZ.KOMMENTAR, Netzpolitik

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Netzkommentar: Das Ende der Netzsperren?

Publiziert am 13.05.2011 von netzreporter

Löschen statt sperren! Die Bundespolitik hat die richtige Entscheidung gefällt. Jetzt geht es darum auf EU-Ebene die Position ebenfalls durchzusetzen. Ein Netzkommentar von Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

Die Auseinandersetzung um die Netzsperren erinnerte in den letzten Jahren an einen Kulturkampf. Das Vokabular belegte dabei die Härte der Konfrontation. Auf der einen Seite wähnten sich die Verteidiger der Netzsperren von Ignoranten, skrupellosen Technologienerds und Anarchisten bedroht.

Auf der anderen Seite war schnell von Zensur und dem Ende der Pressefreiheit die Rede. Anders jedoch, als die Heftigkeit der Debatte erwarten ließ, kam eine gesellschaftliche Auseinandersetzung in Gang, an deren Ende eine neue Lösung steht. Löschen statt Sperren heißt das Motto, das aktuell in Gesetzesform gebracht werden soll. Eine Schritt in die richtige Richtung, meint Markus Beckedahl von Netzpolitik.org, warnt aber zugleich vor neuen Netzsperren in anderen Kontexten.

Hier gibt es das MP3. Den Player gibt es unten, das Skript hier….

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Kategorien: NETZ.KOMMENTAR, Netzpolitik

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“Digitale Unmündigkeit” Unser NETZ.REPORTER der Woche

Publiziert am 12.05.2011 von netzreporter

“Warum wir die Freiheit im Netz fürchten” Das Thema des NETZ.REPORTERs der Woche… Als Immanuel Kant im 18. Jahrhundert über die selbstverschuldete Unmündigkeit des Menschen klagte, hatte er das Internet höchstwahrscheinlich noch nicht im Blick. Auch wenn man bei dem Weisen aus Königsberg nicht ganz sicher sein kann. Denn viele andere Entwicklungen der Gattung Mensch hatte er bereits im Blick. Im Netz des 21. Jahrhunderts jedenfalls scheint der User in einen Zustand zurückzukehren, der irgendwo in den Tiefen der Menschheitsgeschichte, zwischen französischer Revolution und Aufklärung schon überwunden schien. Die Unfreiheit. Wie sonst wäre es zu erklären, dass der legale und illegale Handel mit Nutzerdaten im Netz floriert? Ob mit oder ohne unsere Einwilligung. Die aktuellen Datenschutzkatastrophen werfen deshalb eine Schlüsselfrage auf. Ist unsere neue Unfreiheit im Netz selbstverschuldet oder wird sie uns von globalen IT-Unternehmen aufgezwungen?

Crosspost erschien zuerst auf DradioWissen.de. MP3 gibt es hier. Autor des Stücks ist Jochen Thermann, Kooperative Berlin.

Kategorien: Mikroessay, Netzpolitik, Technik

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CCC, Digitale Gesellschaft e.V. und Co – Brauchen wir eine Gewerkschaft für Netzbewohner? UPDATE

Publiziert am 06.05.2011 von netzreporter

Update: Hier ist der Link zum MP3. Unten gibt es auch den Player zum Soforthören. Und allen herzlichen Dank für Tweets und Facebookkommemntare.

Der Chaos Computer Club ist schon länger da. Der Verein Digitale Gesellschaft ist frisch gegründet. Aber brauchen wir sie überhaupt? Welchen Sinn und Zweck könnten sie erfüllen? Morgen, 11 Uhr, live auf DradioWissen.


Während in den USA schon seit über 20 Jahren die Electronic Frontier Foundation für die Rechte von Internetnutzern kämpft, in Großbritannien die Open Rights Group für eine Interessenvertretung digitaler Akteure wirbt und in Frankreich die Initiative La Quadrature du Net für Furore sorgt, ist die Interessenvertretung der Netzbewohner in Deutschland zersplittert. Bis jetzt gibt es vor allem viele kleine Gruppen mit partikularen Interessen und Schwerpunkten.

Seit einigen Wochen meldet nun der Verein Digitale Gesellschaft den Anspruch an, eine der wichtigsten Kampagnenplattformen in diesem Kontext zu werden. Greenpeace soll das große Vorbild sein.

Im Online Talk diskutieren Linus Neumann, Digitalen Gesellschaft, Frank Rieger, Chaos Computer Club, und Ole Reißmann, Netzweltredakteur bei Spiegel Online, über Sinn und Unsinn einer neuen Organisation und digitale Bürgerbewegungen.

Die Moderation hatte Vera Linß. Das MP3 gibt’s hier.

Crosspost von www.dradiowissen.de / Foto: Vera Linß

Kategorien: Netzpolitik, Online Talk / NR-XL

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Warum die Spackeria kein krass abgefahrener Pizzaservice ist – Unser NETZ.REPORTER der Woche

Publiziert am 05.05.2011 von netzreporter

Es geht um Postprivacy, Datenlecks im XXL-Format, das Ende Ende der Privatheit und eine asymmetrische Debatte. Denn die Debatte zum Thema Datenschutz und digitale Privatsphäre erstreckt sich von der fahrlässigen Handhabung des individuellen Facebook-Profils bis zum großangelegten Hack.


Für die einen ist dabei der regelmäßige Aufschrei in Medien und Öffentlichkeit bei bekannt werden eines neuen Datenlecks Teil der Datenschutzfolklore. Für die anderen ist dieser Aufschrei weiterhin wichtig, denn weniges im Netz ist aus ihrer Sicht schützenwerter als private Daten. Die einen sehen das Thema Datenschutz im Zeitalter der totalen Digitalisierung persönlicher Informationen als nicht mehr praktizierbaren Anachronismus und verlangen eine gesellschaftliche Anpassungen an neue Umstände. Die anderen warnen davor fordern mehr Gegenwehr gegen den drohenden Kontrollverlust. Was das alles mit einer gewissen Spackeria zu tun hat, verraten wir hier.

Foto unter CC auf Flickr von Patrick M. Loeff. Danke!

Kategorien: Glosse, Netzpolitik

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