Archiv für die Kategorie ‘Kurzrezension‘

Retro reloaded! Was waren für Euch die Apps, Podcasts, Communitys und Blogs des Jahres? UPDATE: Verlosen eine Podcastpilotproduktion

Publiziert am 11.12.2011 von netzreporter

UPDATE: Unter allen Einsendern verlosen wir eine Podcastpilot-Produktion in unserem NETZ.REPORTER-Studio in Berlin. Euer Thema, eure Team und unser Support. Einfach Tweet an uns oder Kommentar hier abwerden. Natürlich gibt es diese kleine Crowdsourcing-Aktion auch auf Facebookseite und Google+. Also, was waren Eure Apps, Blogs, Podcasts und Communitys des Jahres?

 

Es waren wahrscheinlich wieder einige tausend. Einige zehntausend. Vielleicht sogar hundertausende. Zumindest wenn man globale Maßstäbe anwendet. Wir sprechen von neuen Apps, frisch aufgelegten Blogs, Communitys, die versuchen neben Facebook und Google + zu überleben und natürlich von Podcastprojekten, die das Radio im Netz neu erfinden.

In den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester werden wir einige dieser neuen Netzprojekte vorstellen. Was macht sie aus? Welche Themen behandeln sie? Wer hat sie initiiert? Wie sind sie technisch gestrickt? Dazu wollen wir mit den Machern sprechen, Ausschnitte spielen und Minirezensionen verfassen.

Aber vor allem wollen wir wissen, was Eurer Ansicht nach die interessantesten Netzformate sind. Was sind für Euch die App, das Blog, die Community oder der Podcast des Jahres? Einfach hier einen Kommentar hinterlassen oder eine kurze Nachricht auf unserer Facebookseite bzw. bei Google+ posten. Das Ganze geht auch per Tweet an @netzreport oder per Mail an netzreporter@kooperative-berlin.de. Unter allen Vorschlagenden werden wir einen hübschen Preis verlosen. Was, das wir morgen hier und  im Blog von Dradio Wissen.

Ab dem 27.12.2011 werden wir dann mindestens einen Vorschlag pro Tag auf DRadio Wissen ausführlich vorstellen.

Freuen uns auf Eure Vorschläge,

Das Netzreporter-Team

Kategorien: Exotisches, Kurzrezension

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Entgleiste Gesichter. Unser Stück der Woche

Publiziert am 30.08.2011 von netzreporter

Wie sehen wir eigentlich aus, wenn wir uns vor Monitoren unbeobachtet fühlen?

Computer haben unser Leben verändert: Wie wir uns Wissen aneignen, wie wir kommunizieren – und welchen Gesichtsausdruck wir auflegen.

Während der selbstvergessenen Arbeit am Rechner entgleist vielen das Gesicht. Ohne Hemmungen verleiht unser Gesicht den innersten Gefühlen dann Ausdruck.

Besonders häufig finden sich fragende, wütende, verzweifelte Gesichter in der Fotoserie „People Staring at Computers” des  New Yorker Medienkünstlers Kyle MacDonald. Mehrere Tausend Nutzer hat er in New Yorker Computerläden automatisch ablichten lassen und zu einer Hitparade der indisponierten Gesichtsausdrücke zusammengeschnitten. Berührend. Nun aber ermittelt das FBI gegen ihn.

Crosspost von DRadio Wissen. Foto: Stock.XCHNG / Elena Buetler

Kategorien: Exotisches, Kurzrezension

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Sind jetzt auch angekommen – Google+

Publiziert am 14.07.2011 von netzreporter

Nach ersten Tests schließen wir uns unangenehmerweise der allgemeinen Euphorie an. Die Asymmetrie der Beziehungen wird Facebook in aller Kürze auch ermöglichen. So viel scheint uns sicher. Bemerkenswerter aber ist die Tatsache, dass es dem Social-Media-Versager Google gelungen ist, ohne sensationelle Neuerfindungen sowohl Facebook als auch Twitter anzugreifen. Auch wenn wir die Einschätzung von Marcel Weiss auf neunetz.com, dass Google+ eindeutig eher Twitter als Facebook angreife, definitiv nicht teilen. Dafür sind die Parallelen einfach zu offensichtlich. Die Überraschung ist eher, dass es Google gelungen ist, mit einem Dienst beide anzugreifen. Und das mit der simplen Öffnung der Beziehungsverhältnisse.

Die schwellenslose Einbindung diverser Dienste (Picasa etc.) könnte Googles Macht vorerst manifestieren. Die Kombination aus Suchmaschine, deren Ergebnisse durch Google+ hoffentlich nachhaltig besser (sematischer, persönlicher) werden, was dringend nötig ist, Kalender-, Text-, Mail-, Chat-, Mapdiensten und der Marktmacht in Sachen Onlinewerbung scheint aktuell kaum schlagbar.

Besonders spannend dürfte es werden, wenn dann noch die API von Google+ nutzbar wird. Momentan dürften zahlreiche Nutzer auch davor zurückschrecken, ein weiteres Netzwerk bedienen zu müssen. Wenn aber Synchronisationen etc. möglich sind, dürfte sich auch das ganz schnell erledigen. Auch die mobile Nutung jenseits der Android-Plattform ist noch müsam. Aber auch das dürfte in kurzer Zeit anders werden.

Wir jedenfalls sind nach wenigen Tagen ziemlich begeistert. Leider. Denn derartige Begeisterungen wirken ja immer etwas naiv und sind etwas peinlich. Schöner wäre es gewesen, Google+ herrlich verreißen zu können und einen ähnlich grandiose Untergang wie Google Wave zu prognostizieren. Tja. Wäre schreibtechnisch attraktiver gewesen. Stimmt aber nun mal einfach nicht.

(mh)

P.S.: HIer geht es übrigens zu unserem Google+ Profil

 

Kategorien: Kurzrezension, Social Media

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Besser spät als nie. Die Wheelmap – das Stück der Woche (der letzten…)

Publiziert am 21.06.2011 von netzreporter

Symbol eines Rollstuhlfahrers darunter steht: Accessible Entry
(Wisconsin Evangelical Lutheran Synod | Flickr | CC BY-NC 2.0)

Die Wheelmap – Onlinekarte für rollstuhlgerechte Orte. Der selbst an der Glasknochenkrankheit leidende Raoul Krauthausen arbeitet mit seinem Projekt Sozialhelden e.V. an einer Straßenkarte für Rollstuhlfahrer. Crosspost von Dradio Wissen.

Das Wort von der mobilen Gesellschaft macht gerne die Runde. Allerdings machen Rollstuhlfahrer in Deutschland tagtäglich fundamental andere Erfahrungen. Sie stoßen überall auf Barrieren. Die Wheelmap will dafür sorgen, dass sich Rollstuhlfahrer informieren können, welche Orte barrierefrei sind. Jeder kann in der interaktiven Karte eintragen, ob Banken, Restaurants, U-Bahnhöfe oder Theater gut zugänglich sind. Mit einer App kann man auch schnell unterwegs erkennen, ob der gesuchte Ort rollstuhlgerecht ist. Die Sozialhelden haben für das Projekt bereits den Deutschen Bürgerpreises gewonnen und stoßen auf großes öffentliches Interesse. Und verfügen natürlich längst über einen eigenen YouTube-Kanal.

Kategorien: Kurzrezension, Minifeuilleton, Portrait

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NETZ.REPORTER der Woche: Die Reise nach Skatetistan

Publiziert am 05.06.2011 von netzreporter

Die Netzaktivitäten der ersten und einzigen Skateboardschule Afghanistans werden im Netz auf skateistan.org dokumentiert.


Den Kontakt mit der westlichen Welt hält Oliver Percovich über seine Seite im Internet: Der Deutsch-Australier hat in Kabul die erste Skateboardschule Afghanistans eröffnet. Das Boarden bietet jungen Leuten vor Ort eine kleine Flucht aus dem harten Alltag.

Gefördert durch das deutsche Auswärtige Amt konnte eine 1800 qm große Skateboardhalle mit Rampen, Klassenzimmern und Internetanschlüssen eröffnet werden. Doch die Kinder lernen hier nicht nur das Skateboardfahren, sondern erhalten auch Unterricht in Theater, Kunst, Umweltbewusstsein und Hygiene.

Die Jungen lernen zudem, dass Mädchen gleiche Rechte haben, und dass sich Stärke nicht nur durch Waffengewalt manifestiert. Der Film “Skateistan – To Live and Skate in Kabul” ist eine bewegende Dokumentation über das Projekt.

Kategorien: Exotisches, Kurzrezension

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Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem

Publiziert am 20.04.2011 von netzreporter

Deutschland ist ein Entwicklungsland. Das jedenfalls behauptete der Philosoph, Matehmatiker und IBM-Cheftechnologe Gunter Dueck. Hier das Video seines Vortrags. Highlight auf der zurückliegenden re:publica. Eine gute Dreiviertelstunde. Unten unsere Zusammenfassung von Jochen Thermann. Zwei Dreiviertelminuten.

Die zentrale Netzkonferenz in Deutschland, hatte sich in diesem Jahr wenig durch theoretische Überlegungen zur Netzkultur oder durch futuristische Manifeste hervorgetan. Leider. Eine Ausnahme bildete allein jener Vortrag von Gunter Dueck, der zumindest eine klare Vorstellung davon vermittelt hat, was hierzulande netztechnisch möglich wäre, aber strukturell auf der Strecke bleibt. Für ihn ist das Internet das Betriebssystem der Gesellschaft.

(mh)

Kategorien: Kurzrezension, Minifeuilleton, Technik

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einsdreißig – Das schnelle Konferenzformat

Publiziert am 12.04.2011 von netzreporter

Wichtige Sachen kann man in 90 Sekunden auf den Punkt bringen. Deswegen einsdreißig – das Konferenzformat der NETZ.REPORTER

 

Eigentlich äußern sich die NETZ.REPORTER in einer maximalen Länge von 1’40. Angelehnt an die Twitterzeichenzahl (wenn wir ehrlich sind, müssen wir einräumen, dass es längst zwei Minuten sind, aber das erzählt sich natürlich viel schlechter). Die Stücke werden von Autoren geschrieben, in einem Hörspielstudio produziert. Das ganze mit einem gewissen Aufwand. Unser Videoformat einsdreißig tickt anders. Das Motto: quick and dirty. Drei Fragen 1’30. Zeit ist knapp. Im Netz sowieso. Und Geschwindigkeit gibt Punkte!

Kategorien: Allgemein, Exotisches, Glosse, Kurzrezension, Mikroessay, Minifeuilleton, Netzpolitik

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Publiziert am 05.04.2011 von admin

Es geht los. Hier bloggt ab sofort das NETZ.REPORTER-Team. Neben den Stücken der Woche und den Netzkommentaren, wird es hier zukünftig auch Liveberichterstattung von Konferenz und Camps geben.

Den Anfang macht ordnungsgemäß die re:publica XI. Aber gleichzeitig werden wir auch von der Konferenz Digital Memory on the Net berichten.

Kategorien: Allgemein, Exotisches, Glosse, Kurzrezension, Mikroessay, Minifeuilleton, NETZ.KOMMENTAR, Netzpolitik, Online Talk / NR-XL, Portrait, Social Media, Technik

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Eine neue Netzkrankheit namens Haul

Publiziert am 16.11.2010 von netzreporter

Das grassierende Netzfieber Haul ist offenbar ansteckend.

Unser NETZ.REPORTER der Woche von Tobias Lenartz.

Shopping als Freizeitbeschäftigung gehört wie die sogenannte Freizeit selbst zu den neueren Formen gesellschaftlicher Deformation. Sie steht für die organisierte Zeit jenseits der beruflichen Tätigkeit.

Vielleicht mal was Vernünftiges …

Dabei gäbe vieles zu tun. Ein Engagement im örtlichen Altenheim oder Kindergarten. Eine ehrenamtliches Mitwirken an der Aufforstung einer neuen Schonung im Stadtwald oder der Essenverteilung für Bedürftige. Auch könnte man schlicht ein paar gute Bücher oder Blogs lesen. Aber was machen wir? Wir gehen entweder in Fitnessstudios oder wir gehen shoppen.

… aber ob Haul dieses Vernünftige ist?

Und was machen die anderen? Sie gehen schon lange nicht mehr in Fitnessstudios aber dafür um so mehr shoppen und zeigen ihre Einkäufe im Netz. Haul heißt das neue Netzfieber und es hat Hunderttausende erfasst.

Crosspost von dradiowissen.de

Kategorien: Allgemein, Kurzrezension, Minifeuilleton, Social Media

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Selig in den Geisterstädten

Publiziert am 07.09.2010 von netzreporter

Welche Erkenntnisse man in den Geisterstädte der virtuellen Welt erlangt.

Unser NETZ.REPORTER der Woche von Tobias Lenartz.

Leichenfledderei ist eine unappetitliche Angelegenheit. Aber manchmal müssen Anstandsgrenzen überwunden werden, um sich ein Bild der Wirklichkeit zu verschaffen. Journalismus ist eben nicht immer ein Vergnügen. Eine Reise in das ehemals gehypte Second Life beispielsweise ist mittlerweile eher etwas für digitale Archäologen. Denn ganz offenbar ist das Leben aus Second Life in weiten Teilen ausgewandert. Die frühere Zukunft des Netzes ist nur noch Teil einer überschätzten Vergangenheit. Aber eine Reise durch die Geisterstädte bringt unerwartete Erkenntnisse.

Crosspost von dradiowissen.de

Kategorien: Exotisches, Kurzrezension, Minifeuilleton, Social Media

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