Wie Bitcoins, Backups und Limo zusammen hängen Normalerweise verlieren Computer und Festplatten im Laufe der Zeit an Wert. Manches, was man sich für viel Geld kaufte, landet nach ein paar Jahren auf dem Müll – weil man ohnehin nichts mehr dafür bekäme. Manchmal ist es aber auch umgekehrt. Der Schotte James Howells verschrottete vor fünf Jahren eine Festplatte gefüllt mit allerlei Bitcoins. Damals waren Bitcoins noch was für Nerds, heute wäre das Teil Millionen wert. Howells bringt es nur noch Ruhm. 

 Sieht aus wie Spielgeld und funktioniert virtuell: Bitcoins (zcopley | Flickr | CC BY-SA 2.0)

 Sieht aus wie Spielgeld und funktioniert virtuell: Bitcoins (zcopley | Flickr | CC BY-SA 2.0)

Jede neue Kulturtechnik verlangt ihren Tribut. Es gibt Menschen, die anfangs schlimme Fehler machen, damit andere daraus lernen können. So auch bei Computern. Kinder lernen heute, dass Rechner und Getränke nicht zusammen passen. Davor mussten allerdings Millionen Rechner in Limo ertrinken.

Einer dieser Rechner gehörte James Howells. Seine Geschichte begann vielleicht mit einem unachtsamen Arm, der Limonade auf sein Notebook verschüttete. Das Zeug wird sich erst auf der Tastatur gesammelt haben, um schließlich einen Weg ins Innere zu finden. James Howells hat im Mittelteil der Geschichte wahrscheinlich sein Notebook geföhnt. (Föhngeräusch) Am Ende aber siegte die Limo.

Mit der Limo setzte Howells jedoch eine Kausalkette in Gang, die ihn am Ende nicht nur um ein Notebook, sondern um ein Vermögen brachte.

Denn Howells fing vor zwei Jahren an, Bitcoins – also digitales Geld – zu sammeln. Er brachte es schnell auf 7.500 Bitcoins. Davon konnte sich Howells damals noch nicht mal ein Wasser kaufen. Heute würde er vielleicht im Sessel eines Privatjets fläzen.

Aber noch mal zurück zur (hüstel) Limo: Howells Notebook war nach dem Maleur ruiniert. Und jetzt ratet mal, ob er ein Backup hatte. Ne, Fehlanzeige! Also verschrottete er das Teil. Samt der Bitcoins. Sie liegen heute auf einer schottischen Müllkippe.

Und um es kurz zu machen: Howells wird in diesem Leben nicht mehr Millionär. Dafür aber sehr berühmt! Denn die Kinder dieser Welt werden das Thema Backup künftig mit der Geschichte von James Howells kennenlernen. Fehler machen lohnt sich am Ende dann doch.