Wem Facebook nicht reicht, der vergnügt sich zusätzlich im Namen seiner Ratte in Social Media.

Das Internet ist ein Netz der Tiere – das ist spätestens seit LOLCats klar. Vor allem in Sozialen Netzwerken treibt die Niedlichkeit ihr Unwesen. Und als ob es nicht schon genug wäre, dass Vierbeiner in menschlichen Netzwerken umherstreunen, häufen sich derzeit eigene Social Networks speziell für Haustiere. Und da die bekanntlich nicht schreiben können, sagen Plattformen wie fellix, vivatier oder mysocialpetwork unglaublich viel über die Infantilität von Herrchen und Frauchen aus. 

 

Frohes Fest – auch bei Katzbook… (tuija2005 | flickr | cc by 2.0)

Skript:

(Song: “Have You Got A Cat …?”) Das Internet ist für Katzen erfunden. Ohne die Abermillionen drolliger Tierbilder (miau) wäre das große weite www so leer und öde wie der Bahnhof von Detmold bei Mitternacht.

Gerade auf Facebook sind Tierprofile besonders beliebt. Beispielsweise Zwergspitz Boo. Der  „niedlichste Hund der Welt“ wirkt wie ein Kindchenschema-Klon aus der Kinderspielzeughölle – und gefällt über 8 Millionen. (Welpenheulen)

Unsere globalisierte Tierliebe ist grenzenlos. In Social Networks für Haustiere können sich unsere flauschigen Freunde sogar selbst miteinander vernetzen. Auf Vivatier, My social Petwork oder Fellix haben die Tiere das Sagen. Zumindest fast. Weil Bobby Plüschpopo, Leo Löwenherz oder Ramses Amun Schnuretti mit ihren Pfoten so schlecht an die Tastatur kommen, übernehmen deren Halter die Schreibarbeit. Die verstehen die tiefsten Gedanken ihrer behaarten Ersatzkinder schließlich am Allerbesten.

Katze Eira war heute beim Tierarzt: „Piekse abholen. Dann durfte ich auf Fraulis Arm nach Hause. Das war toll!“ Tapsi Papiertiger macht sich für heute vom Acker. Sein Dosi muss Hausarbeit machen. Ratte Tommy Titan muss ins Rattengenesungsheim. Und vermisst Papi und Mami ganz fürchterlich. Derweil wird Katze Emma von Kater Pepe angeflirtet. (maunz) Sie habe wirklich Wahnsinnsaugen: Im Facebook für Haustiere bekommt Zoophilie eine ganz neue Bedeutung.

Beim britischen my social Petbook heißt liken hearten. Die meistgeherzten Bilder landen in der „Cute Picture Box“. Nur die niedlichsten kommen nach oben. In den gemütlichen Kuschelecken des Internets herrscht survival of the cutest.

Aber die Social Networks für Vierbeiner sind auch unter Tierfreunden nicht unumstritten. Statt stundenlang im Namen des Hundes zu posten, könnte man sinnvolleres machen – beispielsweise mal wieder Gassi gehen.

Links:

http://www.fellix.de/

http://www.mysocialpetwork.com/

http://www.vivatier.com/tierprofile/

https://www.facebook.com/Boo

http://www.focus.de/digital/internet/my-social-petwork-facebook-fuer-bello-und-mietzi_aid_660453.html

http://www.telegraph.co.uk/technology/news/9988136/Facebook-for-pets-launches.html

http://www.youtube.com/channel/UCGE56_KNSfUXdLxBl_VEmwg

http://catmoji.com/

http://digitaljournal.com/article/331556

http://www.escapistmagazine.com/news/view/119258-Facebook-Your-Cat-Is-a-Public-Figure-Not-a-Person

https://de-de.facebook.com/TheOfficialGrumpyCat

https://www.facebook.com/Boo

http://www.golem.de/1108/85487.html