Selbstoptimierung: Mit Ohren aus dem 3D-Drucker sollen wir endlich ‘super’ werden.

Während Hunde, Katzen und andere Tiere durch mindestens ein überragendes Sinnesorgan überzeugen, kann der Mensch alles irgendwie nur so halb. Menschliches Hören, Sehen oder Riechen war bisher eher Mittelmaß. Forscher von der Princeton University wollen das nun ändern: Sie haben ein bionisches Ohr aus dem 3D-Drucker gezaubert. Bleibt nur ein klitzekleines Problem…

Kommt der Hund auch aus dem Drucker? Oder werden die Ohren nachträglich angebracht? (AP)

(8-Bit-Videospielmusik) Katzen können super gucken (miau), Hunde super riechen (wuff), Eulen super hören (hu-hu). Nur wir Menschen sind in „super“ eher mittelmäßig. Deshalb träumen wir manchmal von ein paar Upgrades. Etwa solchen wie der „Sechs Millionen Dollar Mann“. (“We have the Capability to make the worlds first bionic man.”)

Dank bionischer Beine, Arme und Augen, konnte der über meterhohe Wände hüpfen (Sprung), super sehen und Aliens, Cyborgs und Yetis verkloppen. (Schlaggeräusche)

Und der gepimpte Mensch wird tatsächlich Realität. Wissenschaftliche Berater der US-Regierung prophezeien, wir könnten innerhalb der nächsten 20 Jahre durch Implantate endlich super werden. (“Better, stronger, faster”)

Den Anfang machen Forscher der Princeton University um Professor Michael McAlpine. (Schraubgeräusche) Mit Zellen vom Kalb, Hydrogel und einer Antenne aus Silber-Nanopartikeln haben sie ein bionisches Ohr aus dem 3D-Drucker gezaubert. (muh)

(Hintergrundgeräusche) Das soll nicht nur schwerhörigen oder tauben Menschen helfen, sondern auch bislang unhörbare Frequenzen können damit empfangen werden. Radiosignale etwa gehen direkt ins Ohr. Selbsternannte Superhelden können so Verschwörungen in ihrer Nachbarschaft belauschen, Naturfreunde endlich das Gras wachsen hören und Mütter ihre Kinder mit Hundepfeifen zum Essen rufen. (hoher Pfeifton)

(8-Bit-Videospielmusik) Bis zur Einsatzbereitschaft des Superohrs braucht es allerdings noch diverse Forschungsreihen. Außerdem hat es noch einen echten Schönheitsfehler. Das Superohr sieht aus wie mit dem Kartoffelschäler aus Fimo geschnitzt. Doof: Da hat man zukünftig Superohren und traut sich ohne Eimer auf dem Kopf nicht zum Bäcker zu gehen.

 

Links:

http://www.princeton.edu/~mcm/

http://www.northjersey.com/news/Princeton_researchers_create_bionic_ear.html

http://www.wired.com/design/2013/09/this-mad-scientist-wants-to-give-you-superpowers/

http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Medizintechnik/Gewebe-Technik-verschmelzen-gedruckten-Superohr

http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Geheimdienstbericht-Cyborgs-bis-2030-Realitaet-1767485.html

http://www.dni.gov/index.php/about/organization/national-intelligence-council-global-trends

http://www.telegraph.co.uk/science/10158886/Scientists-print-3D-bionic-ear.html