Das Leben an sich ist ja eher weniger spaßig. Und da es mittlerweile für alles eine App gibt, gibt es jetzt auch eine, die den Spaß zurück in den grauen Alltag bringen soll.

Funifi nennt sich die Anwendung, die das Leben wieder zum Spiel macht. Wenn es schließlich nicht mal mehr von Mutti einen Schulterklopfer fürs Fensterputzen gibt, muss wohl auch das das Smartphone übernehmen. Einmal Bad putzen: 500 Punkte.

Immer schön putzen, dann gibt es auch extra viele Punkte. (Wolfgang Kumm | dpa)

(Putzgeräusche) Das Leben ist ein Spiel. Während man sich gerade an den Schmutzrändern da ganz hinten hinter der Waschmaschine ab-ächzt, mag das vielleicht nicht ganz so einsehbar sein, aber glücklicherweise gibt es jetzt eine App, die uns stets an die spielerischen Aspekte des Lebens erinnert. (fröhliche Spielmusik) „Funifi“ heißt das Startup-Projekt, und wie der Name andeutet, soll die App den Spaß ins Leben, beziehungsweise in dessen besonders lästige Aspekte, zurückbringen. Nämlich durch Gamification. (Putzgeräusche) Einmal Bad putzen in der Realität: bringt 500 Punkte in der App (dingdingding). Fensterputzen: 100 pro Scheibe (ding). Die Punktestände können dann im Freundes- und Familienkreis verglichen werden, und der Sieger kriegt sogar reale Sachpreise. So ist das jedenfalls geplant, denn das Projekt befindet sich noch in der Beta-Testphase (Musik bricht ab).

(blecherne Stimme) Was unter den Hausfrauen der 50er Jahre noch durch nachbarschaftliche soziale Kontrolle funktionierte – wer backt den geilsten Kuchen? Wessen Küche blinkt am blinkigsten? – (Compuerstimme) geht heute wahrscheinlich nur noch computerisiert. (Rasenmähergeräusche) Was tun, wenn Vati keinen Zehner mehr für’s Rasenmähen spendiert? Da hilft Funifi. (WoW-Musik) Vielleicht kann man die Abwasch-Credits in Zukunft direkt in World-of-Warcraft-Ehrenpunkte umwandeln. Dann wäre Funifi das ideale Tool für schmuddelige Informatik-Nerd-WGs. Das Leben ist ein Spiel.