Ein Berliner Startup hat eine Smartphone-App für Benutzer mit altmodischen Telefonierbedürfnissen entwickelt.

Ein altes Telefon – Jetzt auch als App (flcikr – CC BY-NC-ND 2.0 – tantrum_dan)

 

Menschen, die in Zeiten des Analogstelefons aufgewachsen sind, schätzen die Robustheit dieser Geräte. Sie sind simpel, müssen nicht ständig upgedated werden und stecken jede Menge weg. So lässt sich auch der Hörer theatralisch auf die Gabel knallen. Bloß, was machen Menschen mit einem solchen physischen Telefonierverhalten im Zeitalter des hochempfindlichen Smartphones? Ein Berliner Startup hat sich dafür eine Lösung überlegt.

Skript

Ein Telefongespräch: Die Stimmung wird zunehmend angespannter, die Telefonierenden haben eindeutig eine Meinungsverschiedenheit. Doch die Zeiten, in denen entrüstete Telefonierer empört den Hörer auf die Gabel schmettern konnten, sind vorbei:

„Ich verbitte mir das!“ _KLACK_

Denn so ein Smartphone, womöglich ohne eine einzige physische Taste, nur ausgestattet mit „Soft-Tastatur“, verbittet sich jegliche rabiate Behandlung. Einmal auf den Tisch gehämmert, und der Besitzer hält ein nutzloses Stück Elektroschrott im vormaligen Wert von 500 Euro in den Händen.

Ein Berliner Startup hat diese Marktlücke erkannt und in Rekordzeit eine App entwickelt, mit der aufgebrachte Telefonierer ihrem Unmut Luft machen können: iKlack. Dessen Taste erscheint während des Telefongesprächs neben dem üblichen „Auflegen“-Button. Drückt man drauf, bekommt der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung ein  _KLACK KLONG SCHEPPER_ entgegen geknallt.

Um der emotionalen Situation und der damit einhergehenden geringen Feinmotorik gerecht zu werden, ist der iKlack-Knopf deutlich größer als die anderen Knöpfe.

„Als wir in Focus-Gruppen Telefonier-Verhalten untersucht haben, fiel uns diese Necessity deutlich auf. Besonders User über 40 sind von unserer App amazed!“, sagt Stefan Gabler vom Startup IOU-Solutions.

Die App ist bestimmt erst der Anfang. Denkbar sind noch viele Anschluss-Produkte: Etwa eine App, die sich beim Gegenüber mit lustigen Pony- oder Katzenbildern dafür entschuldigt, dass man versehentlich auf den übergroßen iKlong-Knopf gedrückt hat.