Im Zeitalter der Beschleunigung ist überall Inhalt. Wie schützen wir uns vor dem Burnout, der großen Depression, dem absoluten Zusammenbruch im digitalen Zeitalter? Schon Tocotronic wussten: Das Nutzlose wird siegen. Für Menschen, denen Staub züchten, Briefmarken sammeln und Modell-Eisenbahn bauen, zu analog erscheinen, kommt mit theuselessweb die digitale Entschleunigungs-Alternative. Zerstreuung garantiert. Hypnosekröte, ninjaflex und Furzfledermaus klingen zumindest vielversprechend.

 

Immer reden alle von Beschleunigung. Alles wird schneller, wir wollen alles sofort auf einmal und fallen irgendwann einfach so um. Die, die dann noch nicht umgefallen sind, nennen das “Burnout”.

Schuld daran ist neben der Welt im Allgemeinen vor allem die Digitalisierung: Das Internet ist eine überschleunigte Burnout-Kapsel mit Zeitreise-Knopf – Tablets, Smartphones, Streams und News-Aggregatoren sind seine bösen Tentakel, die unsere lahmen Hirne durcheinander wirbeln und ununterbrochen auf’s Gaspedal treten: Schnell Schnell Schnell. Klick Klick Klick. Stream Stream Stream. Inhalt Inhalt Inhalt. Seit es das Internet gibt, kann alles gewusst werden. Immer und überall nachgucken – niemals nirgends ahnungslos. Da kann man ja nur bekloppt bei werden.

Das Gegenmittel muss sinnfrei sein. Und dazu muss man nicht mal Staub züchten, Abhilfe gibt’s im Internet selbst: Auf theuselessweb.com kommen Beschleunigungs-Opfer der Genesung mit wenigen Klicks ein ganzes Stück näher. Per Zufall gerät man dort per Mausklick auf sinnlose Websites mit meditativen Auswirkungen auf Körper und Geist.

So gibt es dort eine eigene Website für die furzende Fledermaus, eine für die wassermelonenförmige Ente zum Ausmalen, eine für das porreeschleudernde Manga-Mädchen und einen Mops, der in Endlosschleife eine Scheibe leckt. 20 Minuten Surfen wirken entspannender als jeder Powernap. Und irgendwann dann die Erlösung: “You have reached the very last page of the Internet. “We hope you have enjoyed your browsing.Now turn off your computer and go outside.”