Die US-amerikanische Medienkritikerin Anita Sarkeesian untersucht Stereotype in Games und kassiert deswegen einen Shitstorm biblischen Ausmaßes.

Das Unglück muss zurückgeschlagen werden. Doch es muss nicht immer nur ein männlicher Held sein, der die Pixel-Jungfrau rettet. Gerade erst hat ein Vater für seine dreijährige Tochter den Klassiker “Donkey Kong” umprogrammiert. Schön wäre es, wenn vielleicht bald noch ein anderes Spiel durch das Internet geistert. Mit Anita Sarkeesian als shitstormfressender Heldin und sexistischen Trollen als bemitleidenswerten Gegnern.

 

Netzfeminismus: Bei vielen Trollen nicht gerne gesehen. (anitasarkeesian | Flickr | CC BY-NC 2.0)

Vor fast einem Jahr veröffentlicht die amerikanische Bloggerin Anita Sarkeesian auf Kickstarter einen Spendenaufruf: 6000 Dollar möchte sie für ein Videoprojekt einsammeln, in dem sie Gender-Klischees in Videospielen thematisiert.

Die gute Nachricht für die feministische Bloggerin: Am Ende sammelt sie ganze 160000 Dollar ein – 26 mal so viel wie geplant. Die schlechte: Dazwischen liegt ein Shitstorm epischen Ausmaßes. Sie wird wüst beschimpft und irgendwann kursiert sogar ein Online-Spiel durchs Netz, das dazu aufruft, sie zu verprügeln.

Mittlerweile hat Anita Sarkeesian das erste Video ihrer Dokumentation veröffentlicht. Es dreht sich um das Videospielstereotyp: „Die Jungfrau in Nöten“

Über 900000-mal wurde das 20 Minuten lange Video bislang angeklickt. Anita Sarkeesian dokumentiert darin die lange Tradition von tumben, profillosen weiblichen Videospielcharakteren, die vom männlichen Helden gerettet werden müssen.

Das Unglück muss zurückgeschlagen werden. Doch es muss nicht immer nur ein männlicher Held sein, der die Pixel-Jungfrau rettet. Gerade erst hat ein Vater für seine dreijährige Tochter den Klassiker „Donkey Kong“ umprogrammiert. Schön wäre es, wenn vielleicht bald noch ein anderes Spiel durch das Internet geistert. Mit Anita Sarkeesian als shitstormfressender Heldin und sexistischen Trollen als bemitleidenswerten Gegnern.