Das nächste große Ding

Cybersex. Das ist Sex über das Internet. Das sind vernetzte Overalls mit elektronischen Sensoren, Plastikschläuche, in denen Zungen nesteln, Lippen aus Silikon, Zylinder aus Silikon und Dildos aus Silikon. Bei aller Vielfalt: Das Geschäft läuft bislang wenig erfreulich. Eine Firma aus Taiwan will das nun ändern und bedient sich bei Apple.

Sex sells – Jetzt auch im Internet.(ssoosay | flickr | cc by 2.0)

Seit es das Netz gibt, ploppen alle Jubeljahre Maschinen auf, die küssen, streicheln oder stoßen – meist sehen sie aber einfach nach Verletzung aus. Kurz: Keine dieser Gerätschaften konnte sich je durchsetzen. Die Menschen trafen sich weiter persönlich zum Sex.

Das ist jetzt vorbei! Winzz, einer kleinen Firma aus Taiwan ist der Durchbruch gelungen. Sie schickt ein Gerät namens LovePalz ins Rennen und könnte so die Revolution bringen.

LovePalz gibt es in zwei verschiedenen Varianten. Hera ist für den Mann, Zeus für die Frau. Jeder Teilnehmer am Cybersex bekommt so ein Ding. Vereinfacht gesagt ist Hera ein hohler Zylinder und Zeus ein Vibrator.

Die beiden Geräte stehen über eine App in Verbindung und besitzen Sensoren, Hydraulik, Motoren und allerlei technischen Schnickschnack. So können sie die Bewegung des anderen Partners nachahmen. Wenn dein Freund also gar nichts macht, dann rührt sich auch der Zeus-Vibrator nicht.

Seit Apple wissen wir, die tollste Technik ist nichts ohne Design. Und hier liegt auch der Schlüssel zum Erfolg der LovePalz. Denn die beiden Geräte sehen aus wie ein iDildo. Minimalistisch, klare Linien und in weiß gehalten. Sie würden in jeder Stube die Vitrinen schmücken.

Die LovePalz werden also in zwei Bereichen einen Beweis antreten: Erstens: Cybersex ist fantastisch. Zweitens: Geräte im Apple-Look verkaufen sich irgendwie immer.