Der Netz-Unternehmer Kim Dotcom meldet sich mit “Mega” zurück und genießt die Rache. Stefan Mey berichtet über das neue Gesicht des Kim Schmitz.

Die Rache des Kim Dotcom (Thierry Ehrmann/flickr.com/CC BY 2.0)

Kim Schmitz ist schwergewichtig, schwer begabt und schwer von sich überzeugt. Der deutsche Internet-Unternehmer, der sich auch Kim Dotcom nennt, ist so etwas wie der Prototyp eines Nerds. Er ist die reale Version des Comicbuch-Verkäufers aus der Fernsehserie Simpsons.

Vor einem Jahr legte eine Polizei-Razzia seine erfolgreiche Webseite Megaupload lahm. Die Rache des Nerds ließ nicht lange auf sich warten. Gerade hat Kim Dotcom mit viel Trara eine neue Sharehoster-Seite an den Start gebracht. Sie soll größer und sicherer als alles sein, was es je zuvor gab. Der Name: Mega.

 

 

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Rache heißt neuerdings Mega

In der Fernsehserie Simpsons gibt es eine Figur, die den Prototypen eines Nerds darstellt. Der Comicbuch-Verkäufer ist hoch intelligent, hält sich für genial und bringt viele, viele Kilos auf die Waage. 

 

Kim Schmitz, auch bekannt als Kim Dotcom, ist sein Gegenstück aus der Realität. Einziger Unterschied: Er vekauft keine Comics. Spätestens seit diesem Monat ist der deutsche Internet-Unternehmer das weltweite Vorbild aller kleinen Nerd-Jungs. 

 

Fast genau vor einem Jahr hat die US-Regierung einen großen Fehler gemacht. Ausgerechnet seine Firma hatten sie für eine Razzia ausgewählt. Sie wollten ein Exempel statuieren, an den vielen Plattformen, auf denen Leute illegal Daten tauschen und so kostenlos an Filme und Musik kommen. Sie ließen sein Anwesen in Neuseeland stürmen, nahmen Kim Dotcom fest und fegten die Seite Megaupload vom Netz. 

 

Das lässt ein Nerd sich nicht gefallen. 

 

Seit Januar 2013 ist Kim zurück. Seine neue Plattform heißt einfach nur noch: Mega. Wieder können Leute Dateien hochladen, doch diesmal ist alles hochsicherheits-verschlüsselt. 

 

Auch bei der Präsentation von Mega tauchte plötzlich ein Hubschrauber auf, bewaffnete Männer in schwarz stürmten die Szene, und junge Frauen in Uniformen nahmen ihn fest. Doch bald war jedem klar: Das ist eine Spaß-Razzia. Kim Dotcom ist wieder da. 

Das Schwergewicht des Internet gibt sich siegessicher, und spuckt im schönsten Schulenglisch große Töne: „Mega is going to be huge, and nothing will stop us. Wohoo.“ 

 

Spätestens seit dem Moment weiß es auch der letzte: leg dich nie mit einem Nerd an. Die Rache wird furchtbar sein. 

 

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