Klavierspielen auf dem Gehirn? (Yamanaka Tamaki/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0)

Die Netzreporter-Woche hat nur sieben Tage, doch erwähnenswerte Themen aus dem Netz gibt es dafür en masse. In der letzten Woche probierte der Reste-Netz.Reporter einen Sternekoch-Lieferservice in den USA aus, spazierte mit vollem Magen in eine Google-Steet-View-Kunstausstellung in Manchester und ließ ganz nebenbei einen neuen 3D-Chip auf seinem Gehirn Piano spielen. Als seien das der Kuriositäten nicht genug, gab es medienwirksame Cameo-Auftritte von hochmodernen Handprothesen, während Facebook das Ellbogen-Foto einer jungen Dame zensierte. Na wenn das keine aufregende Woche war…

Sterneköche lassen liefern und Google Street View versteht plötzlich etwas von Kunst

Pizza liefern lassen und Nudeln vom Asiaten bestellen war gestern, heute bietet die Firma Munchery einen exklusiven Lieferservice für ausgehfaule Gourmets. Seit kurzem beliefert die Firma die Gegend rund um die San Francisco Bay mit frisch zubereiteten Gerichten aus der Küche diverser Sterneköche, und das zu erschwinglichen Preisen. Dabei lässt die Firma auch im Hinblick auf Sonderbestellungen und Diätvorgaben keine Wünsche offen.

Von der Kunst des Kochens zur bildenden Kunst: Kreative Köpfe in Manchester ließen sich jüngst von einem bisher eher technisch-pragmatisch anmutenden Angebot des Internet-Riesens Google inspirieren: der Google Street View-Funktion. Mit der Idee eines virtuellen Stadtplans als Vorlage erstellten Künstler und Architekten Fotos, Zeichnungen und andere Kunstwerke, die einen neuen Blick auf die Straßen der britischen Großstadt preisgeben.

Cameo-Gadgets, Brain-Pianos und Ellbogen-Brüste

Für Aufregung sorgten in der vergangenen Woche auch die Cameo-Auftritte einiger besonderer “Stars” im neuen Musikvideo von Will.i.am und Britney Spears. Statt gut bezahlter Promis hatten dort elektronische Gadgets wie ein iPhone, die hochmoderne Hand-Prothese i-limb-ultra und ein pillenförmiger Lautsprecher  von Beats Pill einen glamourösen Kurzauftritt. Wem’s gefällt. Zumindest konnten die Gadgets sicher nicht stundenlang über ihre Gage diskutieren.

Ebenfalls aus der Welt der technischen Neuerungen: Ein 3D-Chip der verschiedene komplexe Aktivitäten im Gehirn auslösen kann. Dabei werden Lichtmuster an Neutronen in verschiedenen Regionen des Gehirns gesendet. Die Forscher vergleichen die Neuerungen des 3D-Chips mit der Option, auf dem Gehirn Klavier zu spielen, da verschiedene Hirnregionen gleichzeitig angeregt werden können. Bisher war dies nur in deutlich eingeschränktem Rahmen möglich.

Ja und dann sorgte das umstrittene Badewannen-Foto einer jungen Dame auf Facebook für Verwirrung. Denn ein Facebook-Moderator, dessen Aufgabe es war, User-Profile auf verwerfliches Material zu durchsuchen, verwechselte versehentlich einen auf dem Badewannenrand aufliegenden Ellenbogen mit einer überdimensionierten Riesenbrust. Der pflichtbewusste Mitarbeiter entfernte das vermeintlich anrüchige Bild natürlich sofort aus dem Netz. Das Ende vom Lied: Facebook entschuldigte sich bei der betreffenden Dame für den kleinen Fauxpas und stellte das Bild wieder online.