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Was würde McGyver tun? // Flickr: NoXand

Der Reste-Netz.Reporter wird diese Woche politisch. Zumindest stellt er sich die Frage, weshalb nicht McGyver endlich mal kandidiert, schweift dann doch wieder vom Thema ab und bekommt eine Fressattacke. So stressig kann ein Wahlkampf sein, da hilft auf Twitter nicht. Mit diesen Worten also zu den Resten der Woche, die es leider aus Zeitgründen nicht ins Radio geschafft haben.

McGyver for President wegen guter Internetpräsenz

Wie entscheidet ihr, welchen Politiker ihr unterstützt? Überzeugt euch ein nettes Lächeln? Ein Foto mit einem Kind auf dem Arm? Oder doch eher die Thesen auf der Homepage der Partei? Eine Umfrage ergab, dass 64% der amerikanischen Wähler die Kandidaten vorher im Internet überprüfen. Das bedeutet, dass nette Wahlplakate und Streitgespräche mit anderen Politikern in den Hintergrund rücken. Damit ergeht es der Politik nun wie den meisten Firmen schon: Die mit der besten Internetpräsenz kriegt den Auftrag.

Dann schauen wir uns doch einmal an, wie es im aktuellen Wahlkampf in den USA mit dem Internet aussieht. Twitter ist ein beliebtes Tool, um Wähler zu überzeugen. @MittRomney hat mittlerweile schon eineinhalb Millionen Follower, @BarackObama twittert allerdings für über zwanzig Millionen Menschen! Schade, dass Follower nicht gleich Wähler sind.

Dass man sich von banalen Dingen wie Tweets beeinflussen lässt, ist natürlich ein Phänomen der neuen Zeit. Ob das Ganze tatsächlich so aussagekräftig ist, lässt sich schwer sagen. Da muss man einfach nach dem Prinzip gehen, die Präsidenten auszuprobieren. Oder darauf hoffen, dass in naher Zeit der perfekte Präsidenten-Roboter gebaut wird. Einen „McGyver“-Roboter gibt es schon. Er kann angeblich mit Alltagsgegenständen wie der echte Filmheld Probleme lösen.

Zwei Identitäten und der lächelnde Kühlschrank

Vielleicht sollte man das Internet aber auch nicht ganz so ernst nehmen. In einer Fernseh-Diskussion auf A1 stellten alle Referenten fest, dass eine Person zwei ungleiche Identitäten hat: Die Reelle und eine Virtuelle. Nimmt man an, dass ist bei allen Menschen so, ergibt sich dadurch eine zweite virtuelle, aber auch unreale Welt im Internet. Das heißt man sollte eventuell nicht zwingend den realen Politiker wählen, nur weil man das virtuell tun würde.

Aber auf was können wir uns dann überhaupt verlassen? Auf die Apokalypse natürlich! Zumindest, wenn man dem Kalender der Maya glauben kann. Damit unser geliebtes Internet diesen Weltuntergang überdauert, sollten wir unsere Technik dementsprechend aufrüsten. Es gibt mittlerweile Handyhüllen, die das Smartphone selbst dann überleben lassen, wenn wir das nicht tun.

Dieses Mal gibt es beim Reste-Netz.Reporter wirklich nur unschöne Themen. Wem das alles zu viel ist, sollte sich zur Beruhigung etwas zu Essen holen. Dabei solltet ihr allerdings darauf achten, dass ihr lächelt. In Tokio wurde nun nämlich ein Kühlschrank erfunden, der sich nur öffnen lässt, wenn der Hungrige ein fröhliches Gesicht macht. Damit wird sichergestellt, dass er bei deprimierenden Politiker-Tweets oder Weltuntergangsstimmung kein Frustessen veranstaltet.