Last leave
Last Leave // flickr: Ezpeleta

Hier sind sie wieder, die Reste des Netzreporters. Bei den vielen wichtigen Themen gehen jede Woche einige unter. Das soll sich ändern, indem von ihnen hier auf dem Blog im Nachhinein berichtet wird. Dieses Mal haben wir Visionen, wie die Autokorrektur die Wahl des US-Präsidenten beeinflussen könnte und laufen mit Pink Floyd auf dem Mond.

Die Autokorrektur und die Präsidentenwahl der Zukunft

Gaben wir am Mut einen kleinn, aber wichtigem Rheuma. Mist, das war die Autokorrektur. Das soll natürlich heißen: Fangen wir an mit einem kleinen, aber wichtigem Thema. Die Autokorrektur mag hilfreich sein, aber tatsächlich ist sie mit ihren unsinnigen Fehlern so nervtötend wie eine summende Fliege. Der Touchscreen von Fleksy verspricht, endlich die passende Fliegenklappe gefunden zu haben: Obwohl jeder Buchstabe falsch ist, soll trotzdem das gewollte Wort ausgewählt werden.

Man sollte auf jeden Fall vorsichtig mit der Autokorrektur sein, falls man zukünftig digital wählen geht. Nicht, dass ganz zufällig der gewählte Name des zukünftigen Kanzlers autokorrigiert wird. Mit der neuen „I‘m Voting App“ von Facebook votet man zwar noch nicht den amerikanischen Präsidenten, aber zumindest gibt man seinen persönlichen Vote der digitalen Welt bekannt.

Die öffentliche Wahl des Präsidenten auf Facebook ist eine nette Neuerung. Als notwendige Innovation wünschen sich aber die meisten Nutzer wählen zu dürfen, welche privaten Daten sie freigeben. Der Technik-Blog TechCrunch veröffentlichte alte und neue Bilder von App-Zulassungsanfragen. Diese zeigen deutlich, wie durch das neue Design der Teil des Datenzugangs versteckt wird.

Internet mit Freiheit, Sicherheit und Pink Floyd

Um Freiheit geht es auch HTML-Entwickler Tim Berners-Lee. Am Ende einer Technik-Konferenz in Berlin gab er eine flammende Rede. Alle Internet-Nutzer sollen sich für Freiheit und Offenheit des Computernetzes einsetzen. An die Software-Entwickler gerichtet rief er: „Habt eine großartige Zeit beim Programmieren, lasst euch weiter davon begeistern, bringt eure Sachen ins Web, teilt es mit allen und haltet euren Code offen!“

Bei all den Fragen rund um Internet und Sicherheit stellt sich schnell die Frage, ob Technologie gut oder teuflisch ist. Daniel Burrus stellt sich der Frage in einem Kommentar. Es geht darum, wie wir die Technik benutzen, schreibt er. Einerseits könne sie dich krebskrank machen, andererseits könne sie dich davon heilen. Burrus ruft uns dazu auf, Technologie sinnvoll einzusetzen. Man könne als Einzelmann vielleicht nicht ihren Einsatz in der Armee beeinflussen, aber sehr wohl das Nutzungverhalten von sich selbst und an der Arbeit.

Bevor jetzt alle Leser panisch die Aus-Buttons aller Geräte drücken, gibt es noch einen Rest-Netzreporter zum Entspannen. Als Neil Armstrong seinen Fuß als erster Mensch auf den Mond setzte, spielte Pink Floyd zu den Live-Aufnahmen der Mondlandung. Das Material war Jahrelang verschollen. Jetzt tauchte es auf Youtube auf und lässt das Ereignis von 1969 wieder aufleben. Da lohnt es, den Computer wenigstens noch für die Mondmusik laufen eine Weile anzulassen.