good to the last bitegood to the last bite // flickr: sweetbeetandgreenbean

Wie immer sind viele wichtige Themen in der kurzen Arbeitswoche nicht untergekommen. Daher gibt es hier wieder den Reste-Netzreporter, der zusammenfasst, was sonst fehlen würde. Die Reise geht von Berlin bis ins britische Gefängnis, zu geheimen Apple-Plänen und sogar in die Wüste von Utah.

Wikipedia und Werbung werden hip

Beim Netzreporter-Blog ist es entspannend, dass keine Werbung angezeigt wird. Bei vielen anderen journalistischen Angeboten ist das zum Ärger der Nutzer nicht der Fall. Sie nutzen deswegen öfters einen Blocker, der die Werbung verbirgt. Die Journalisten werden allerdings größtenteils durch diese Anzeigen finanziert. Daher probierte der Tagesspiegel aus Berlin eine weniger nervende Art der Werbung. „Liebe Leserin, Lieber Leser, tippen Sie bitte die markierten Wörter ein, um diesen Artikel lesen zu können“, wurden die Besucher der Website nach einem Teaser des Artikels emfangen. Es folgt eine kurze Werbung, in der die dazugehörige URL markiert ist und in ein Feld getippt werden muss.

Ob sich diese neue Art von Werbung durchsetzen wird, ist fraglich. Für das eigene Image ist nichts wichtiger als Wiedererkennungswert. Die Agentur NEW! aus Litauen fand das Layout von Wikipedia veraltet. Sie designte es neu: Es wurde hip und hatte keine Ähnlichkeit mehr mit dem jetzigen Online- Nachschlagewerk. Auch das Logo wurde verändert und bekam Ähnlichkeit mit dem von WordPress. Die Macher von Wikipedia antworteten: Sie finden das neue Layout undurchdacht.

Während das Umdekorieren von Wikipedia nur eine Spielerei war, werden manche Machenschaften im Internet stark bestraft. Ein Brite bekam vier Jahre Haft, weil er auf seiner Website Links zu illegalen Quellen hatte. Auf derselben Seite platzierte er Werbung, also verdiente er damit Geld. Damit hat die Bekämpfung von Piraterie ein neues Level erreicht. Ob die Strafe verdient ist, wird allerdings noch debattiert. Er habe keinen Betrug vollzogen, sondern lediglich die Urheberrechte verletzt.

Die neue Apple-Schraube und die Liebe zum Netz

So langsam ist niemand mehr sicher bei illegalen Geschäften. In der Wüste von Utah, USA, wird sogar das bisher größte Spionagezentrum gebaut. Eigentlich heißt es Datenzentrum, aber Spionage trifft die dort angewandte Tätigkeit sehr gut. Dort werden mit einem Codebrecher die Inhalte von E-Mails, Telefonaten und Google-Suchanfragen geknackt. Sogar persönliche Daten wie Parkzettel werden dann nicht mehr sicher sein. Zu Beginn wird die NSA allerdings ihre veralteten Abhördaten entschlüsseln, da sie dazu bislang noch nicht fähig waren.

Bei so kuriosen Nachrichten wie dieser, kann man manchmal kaum glauben, dass sie wahr sind. Tatsächlich sollte man solche Berichte mehr hinterfragen. Lindell der Firma Day 4 setzte ein gefälschtes Foto einer Schraube auf eine Social-News-Website. Damit streute er das Gerücht einer Apple-Schraube, sie es den Nutzern unmöglich machen sollte ihre Geräte zu öffnen. In nur fünf Tagen wurde diese Lüge als Fakt gehandhabt.

Trotz all den Gefahren und Unsicherheiten liebt fast jeder das Netz. Zum Schluss des Reste-Netzreporters ein Bericht von Mat Honan, dessen sämtliche Onlinedaten wie iCloud, Google und Amazon gehackt wurden. Er kappte das Internet und hielt es nicht lange aus offline zu sein. Er kämpfte sich zurück. So ist das eben mit der Liebe zum Netz.