Star Wars in 15-sekündige Sequenzen zerlegt und von 1000 Hobbyfilmern nachgespielt: Das Projekt Star Wars Uncut ist ein geradezu zauberhafter Crowdsourcing-Trip.

Star Wars
Für viele Fans ist Star Wars mehr als nur ein Film. Hier eine Szene aus einem Theaterstück mit dem Androiden C3PO. (Scott Beale | flickr.com | CC BY-NC-ND 2.0)

Der Original-Starwars-Film von 1977 wird mit einstellungsgenauer Präzision nachgestellt – nur eben mit allen 15 Sekunden wechselnden Darstellerensembles, Drehorten und filmischen Konzepten.

Es gibt Knetmännchen, Handpuppen, Animationen, Scherenschnittfiguren, Kindergeburtstage und hunderte von mehr oder weniger schlechten Laiendarstellern, die sich mit Alufolien-Helmen in Bürofluren oder Hobbykellern Laserschwertgefechte liefern.

Der zweistündige Film Star Wars Uncut, der inzwischen fertig zusammengeschnitten online steht, hat sogar einen Emmy gewonnen.

 

Und hier das NETZ.SKRIPT zur Sendung:

Der Todesstern als Pizzaservice, Darth Vader als Meister der Zentralverriegelung und Obi Wan Kenobi als Knetmännchen: Star Wars ist schon durch den ein oder anderen Kakau gezogen worden. Das Projekt Star Wars Uncut jedoch lässt es mal richtig rauchen. Der Videokünstler Casey Pugh hat den originalen Krieg der Sterne in 15-Sekunden-Segmente zersägt und, quasi als Claims, übers Netz an 1000 Hobbyfilmer verteilt. Jeder durfte seine 15 Sekunden nach Belieben gestalten und uploaden. Das zusammengeschnittene Werk ist jetzt online – und bläst einem das Hirn weg in seiner schier unfassbaren… äh… Unfassbarkeit.

Imperiale Sturmtruppen mit selbstbemalten Papierhelmen, Pudel-Chewbakkas, in Goldpapier gewickelte Familienvatis als 3POs, selbstgebastelte Handpuppen und jede Menge Staubsauger-R2D2s  – es ist alles dabei. Durchaus aber auch künstlerisch hochambitionierte Computeranimationen oder Zeichentricksequenzen. Das Projekt hat schon einen Emmy gewonnen.

Die 15sekündige Abschnitte werden meist einstellungsgenau dem Originalfilm nachempfunden, und das sorgt dafür, dass sich das Werk nicht völlig in trashiger Wirrnis verliert. Auch wenn der Todesstern von Papierfliegern besiegt wird und Prinzessin Leia mal 15 Sekunden lang ein bärtiger älterer Herr sein kann – das strenge Formgerüst sorgt dafür, dass der Film sogar spannend bleibt. Nur irgendwie halt… als wär die Macht on dope.

Und wer noch mitmachen will: Bald geht’s weiter. Es gibt ja noch fünf weitere Star-Wars- Filme zum nachspielen. Hilfe.

 

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