Der Musikstreamingdienst Grooveshark ist in Deutschland seit Kurzem vom Netz, simfy nur noch in stark eingeschränkter Form kostenlos nutzbar und nach dem Vordringen von Spotify auf den österreichischen Markt ist auch der Vorstoß nach Deutschland sehr wahrscheinlich. Wo vor Kurzem noch die besitzlose Musikgesellschaft beschworen wurde, darf die alte Frage nun noch einmal gestellt werden: Wie muss sich das Konsumieren von Musik in Zeiten der Digitalisierung ändern, um für alle eine zufriedenstellende Lösung zu sein?

Ein Graffito in rosa auf einer schwarzen Hauswand: Gesprayt ist stark vereinfacht ein Mensch mit einer Sprechblase, in der steht: Let's get digital!Musik ist überall. Walkman und Discman waren einmal und mittlerweile muss man nicht mal mehr MP3 mit sich herumtragen um Musik hören zu können. Streaming macht’s möglich. Aber wie fair und praktisch sind Streaming-Dienste eigentlich? Wie man in diesen Zeiten als Künstlerin oder Künstler noch Geld verdienen kann diskutierten Musikjournalist Peter Flore (Intro), Fabian Heuser von tape.tv, Rechtsanwalt Reinher Karl und Hendrik Menzl vom Hamburger Label Audiolith. In der Gesprächsrunde ging es weniger um die Frage nach geistigem Eigentum in der Theorie als um das, was am Ende praktisch für Label, Künstler, und alle, die dazwischen stehen, herauskommt. Es wurde über Alternativ-Fahrpläne zum klassischen Musikverkauf diskutiert sowie über die Rolle der GEMA in dem ganzen Musik- und Medienzirkus. Die wird schließlich meist als erstes verantwortlich gemacht. Zumindest in einem Punkt waren sich die Teilnehmer dieses munteren Austauschs einig: An Streaming-Diensten kommen wir nicht vorbei