Schreibende Streifenbeamte erschaffen auf PolizeiPoeten.de hübsche literarische Miniaturen.

Der Polizeibeamte Nihat Demir lehnt in München an einem Polizeiwagen.

Es gibt nur wenige Berufsgruppen, deren Standing in der Öffentlichkeit ambivalenter ist, als das der Polizistinnen und Polizisten. Zwar hoffen alle, dass ein Streifenwagen in der Nähe ist, wenn marodierende Hooligans durch die Straßen ziehen oder ein dreister Handtaschenräuber einem gerade das mobile Hab und Gut inklusive Smartphone und Ultrabook entrissen hat. Aber eigentlich ist das Ansehen der Ordnungshüter eher mittelmäßig bis unterdurchschnittlich.

Oft werden die Freunde und Helfer nur als uninspirierte Schnurrbartträger verspottet. Dass Polizisten durch ihre Tätigkeit jedoch immer wieder mit existentiellen Grenzsituationen konfrontiert sind, zeigen sie selbst am besten – auf PolizeiPoeten.de.  Zwar alles andere als eine schöne Netzseite, dafür aber mit authentischen und überraschenden Inhalten.

Text: Tobias Lenartz, Foto: Sascha Schuermann/ddp