Wie aus einer Kunstaktion in New York Datenschutzaktivismus wurde.
Gesichtserkennung

Bald ist es so weit: Überwachungskameras zeichnen jeden Schritt auf. Gesichtserkennungs-Software identifiziert uns immer und überall. Im Netz, auf den Straßen, im Supermarkt. Der Bürger ist gläsern und in Bewegungs- und Konsumprofilen erfasst. Der Datenschutz nur noch Teil einer freiheitlichen Demokratiefolklore. So jedenfalls kursierende Schreckensszenarien. Was tun?

Zu Hause bleiben? Bei Facebook austreten? Regelmäßige Gesichtsoperationen? Ganz so drastisch müssen die individuellen Verteidigungsmanöver nicht ausfallen. Auch das richtige Styling kann gegen die totale Erfassung helfen. Künstler entwerfen jetzt Make-ups und Frisuren, die Gesichtserkennungs-Algorithmen in die Irre führen sollen. Die zackigen Styles basieren auf Schiffstarnungen aus dem Ersten Weltkrieg. Die neue Kriegsbemalung der Occupy-Generation?

Crosspost von DRadio Wissen.

Autor: Christoph Spittler, Kooperative Berlin. Foto: Gesichtserkennung (AP)