Der Einzug der Piraten ins Berliner Abgeordnetenhaus war ein Paukenschlag. Fast 10 Prozent konnte die Newcomer-Partei auf sich vereinen. Mit neuen Konzepten und neuen Strategien wollen sie den parlamentarischen Alltag jetzt revolutionieren. Aber sind die Internet-Enthusiasten im Parlament richtig aufgehoben? Oder spielen sie als außerparlamentarische Strömung nicht eine wesentlich wichtigere Rolle – ohne die Zwänge von Geschäftsordnungen und medialem Dauerfeuer?



Seit einigen Jahren tauchen zwei Begriffe immer wieder auf, wenn es darum geht, einer neuen Generation von technikaffinen, medienbegeisterten Akteuren einen Namen zu geben. Regelmäßig ist dann von den Geeks und Nerds die Rede. Und oft werden Klischees bemüht, um diese neuen Begriffe mit Leben zu füllen. Lichtscheu, sozial reduziert und gesellschaftlich desinteressiert sollen sie sein. Doch seit einiger Zeit registriert auch der gesellschaftliche Mainstream, dass man den Netzbürgern mit derartigen Klischees nicht gerecht wird.

Netzpolitisches Engagement im Parlament

Stattdessen wird klar, dass eine neue Generation medienkompetent ein adäquates Mitspracherecht einfordert, wenn es um vielfältige politische Prozesse geht. Insbesondere wenn diese Prozesse Internetthemen betreffen. Aber nicht nur diese Themen stehen auf der Agenda der Piratenpartei, die neue Formen politischer Mitwirkung jetzt in Berlin als Fraktion im Abgeordnetenhaus einsetzen will. Aber ist netzpolitisches Engagement im Parlament eigentlich gut aufgehoben? Die Debatte ist noch lange nicht entschieden. Weder im Netz noch anderswo. Die aktuelle Zwischenbilanz ist unser Thema im Online Talk.

Gäste im Online Talk

Gäste sind der Netzjournalist Christian Stöcker von Spiegel Online, das Bundestagsmitglied Konstantin von Notz, der Internetaktivist Linus Neumann von der NGO Digitale Gesellschaft und Frank Rosengart vom Chaos Computer Club. Die Moderation der Netzreporter XL Ausgabe hat Vera Linß.

Crosspost von DRadio Wissen.

Foto: Linß