In unserer NETZ.REPORTER-XL-Ausgabe ging es am Samstag im Online Talk auf DRadio Wissen um neue Formen des Lokaljournalismus im Netz. Mit Stefan Laurin von den Ruhrbaronen, Hardy Prothmann vom Heddesheimblog und Christian Kreutz von Frankfurt-Gestalten.de sprachen wir über ihre Ideen und Ansätze.

Hier der Crosspost von dradiowissen.de:

Flickr.com | lgkiii | CC BY-NC 2.

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Lange war das Image angestaubt. Doch im Netz erlebt der Lokaljournalismus eine Revolution mit neuen Machern und neuen Lesern.

Neue Formen lokaler Berichterstattung sind das Thema in der Netzreporter-XL-Ausgabe. Sogenannte Placeblogs, auch Lokalblogs genannt, verändern das Gesicht des Lokaljournalismus mittlerweile genauso stark wie Hyperlocal-Plattformen.

Die einen arbeiten mit klassischen journalistischen Mitteln, um in ihren Blogs über Ereignisse in der eigenen Straße, im eigenen Viertel oder der eigenen Region zu berichten. Dort veröffentlichen sie Reportagen, Porträts und Meldungen, um den Ereignissen auf lokaler Ebene eine Stimme zu geben. In Deutschland zählen Angebote wie die Ruhrbarone aus Bochum, das Heddesheimblog aus Mannheim, die Prenzlauer Berg Nachrichten aus Berlin oder Regensburg Digital zu den bekanntesten Ausgaben. In den USA sind die Placeblogs mittlerweile sogar so erfolgreich, dass selbst die New York Times eigene Lokalblogs anbietet.

Zwischen Journalismus und Datenaggregation

Die anderen wählen einen von Technologie inspirierten Ansatz und bewegen sich damit im Umfeld der Open Data Bewegung. Portale wieEveryblockFrankfurt-gestalten oder OpenBerlin zählen zu den namhaftesten Beispielen und geben einen Ausblick auf weitere Formen des neuen Lokaljournalismus. Diese sogenannten Hyperlocal-Portale nutzen nicht nur klassische journalistische Mittel zur Berichterstattung, sondern arbeiten eher wie Datenaggregatoren, die zum Beispiel mit einem Google News Angebot für die lokale Ebene vergleichbar sind. Sie aggregieren lokale Daten, Informationen, Streams sowie Nachrichten und bieten gleichzeitig neue Formen der Partizipation.

Während viele Verlage noch um die Optimierung der Produktionskosten kämpfen, Redaktionen zusammenlegen und zunehmend Inhalte von Agenturen beziehen, überholt sie die Konkurrenz im Netz bereits rechts und links. Neben den Placebloggern, den ortsbezogene Onlinepublizisten, kommen jetzt auch in Deutschland die Hyperlocal-Plattformen auf. Die digitale Revolutionen hat längst die Dörfer erreicht.

Unsere Gäste:

Im Online-Talk diskutieren wir mit Stefan Laurin von Ruhrbarone, Christian Kreutz von Frankfurt-gestalten und Hardy Prothmann vonHeddesheimblog.
Moderation: Markus Heidmeier