“Warum wir die Freiheit im Netz fürchten” Das Thema des NETZ.REPORTERs der Woche… Als Immanuel Kant im 18. Jahrhundert über die selbstverschuldete Unmündigkeit des Menschen klagte, hatte er das Internet höchstwahrscheinlich noch nicht im Blick. Auch wenn man bei dem Weisen aus Königsberg nicht ganz sicher sein kann. Denn viele andere Entwicklungen der Gattung Mensch hatte er bereits im Blick. Im Netz des 21. Jahrhunderts jedenfalls scheint der User in einen Zustand zurückzukehren, der irgendwo in den Tiefen der Menschheitsgeschichte, zwischen französischer Revolution und Aufklärung schon überwunden schien. Die Unfreiheit. Wie sonst wäre es zu erklären, dass der legale und illegale Handel mit Nutzerdaten im Netz floriert? Ob mit oder ohne unsere Einwilligung. Die aktuellen Datenschutzkatastrophen werfen deshalb eine Schlüsselfrage auf. Ist unsere neue Unfreiheit im Netz selbstverschuldet oder wird sie uns von globalen IT-Unternehmen aufgezwungen?

Crosspost erschien zuerst auf DradioWissen.de. MP3 gibt es hier. Autor des Stücks ist Jochen Thermann, Kooperative Berlin.